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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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Eies zu haben schien, dehnt sich nun so aus, daß ein Eimerkanm seinen entwickelten Stamm mit den daran hängendenFangfäden zu fassen vermag.

Ein änßerst ausdehnbarer, hohler, gewöhnlich gewun-dener Stamm bildet die Grundlage des ganzen Thieresoder vielmehr der Thiergescllschaft, deren einzelne Indivi-duen nicht nur obenhin an diesen Stamm angeheftet, son-dern mit ihm auch im organischen Zusammenhange sind.Denn dieses so ausdehnbare Gebilde, welches sich mitgrößter Leichtigkeit jeder Caprice des Gesammtwillens un-terordnet, bald auf einen unscheinbaren Raum zusammen-schrumpft, bald zu einem langen durchsichtigen Faden sichauszieht, dort sich in Knoten zusammenwickelt und hier seineSchleifen mit überraschender Schnelligkeit löst; diesesStammgebilde ist eine hohle, mit muskulösen Wandungenversehene Röhre, in welcher der Lebenssaft beständig in be-stimmtem Strome auf- und niedersteigt: Rundliche Körn-chen, Geldmünzen gleich, cirkuliren mit diesem Strome aufund ab und biegen an dem Hinteren, geschlossenen Endeum, nachdem sie das lange Rohr durchlaufen haben', umeinem leeren Raume, einer Luftblase an dem vorderen Endezuzuströmen, welche das bestimmende Moment dieser Cirku-lation ist. Frühere Beschreibe! dieser Thiere haben dieserLuftblase eine außerordentliche Bedeutung für den Gesammt-organismus eingeräumt und deßhalb auch die Thiere mitdem Namen der Blasenträger benannt. Sie hält die Spitzedes Gesammtorganismus aufrecht, behaupteten sie; ohneLuftblase würde sich der so mannigfaltig zusammengesetzteOrganismus nicht aus der Tiefe an die Oberfläche erheben,nicht an Licht und Sonnenschein sich erfreuen können; dieLuftblase stellt das Gleichgewicht mit dem umgebenden Ele-