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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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189
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mente her und, obgleich ein leerer Raum, ist diese Leeredoch das wesentlichste Organ und deßhalb auch zu Häuptendes Ganzen gestellt. So seltsam es auch klingen mag, daßgewissermaßen ein Nichts die wesentlichste Rolle in einemOrganismus spielen könne, so hatten doch die älteren Beobach-ter in ihrer naiven Einfalt das Nichtige errathen oder viel-mehr durch die einfache Anschauung der Sache gefunden.Die konstitutionelle Idee des willenlosen Herrschers, dessenScheinexistenz nur deßhalb in dem Staate mitgefühlt wird,damit sie sich in einem Nachfolger fortpflanzen könne, wärehier bis zur letzten Consequenz fortgeführt und von derNatur dargestellt worden, wenn es dieser Luftblase über-haupt gegeben wäre, sich Nachfolger zu erzeugen. Alleindieß einzige Attribut des konstitutionellen Monarchen, daswir in dem Bienenstaate in so ausgezeichnetem Grade ent-wickelt vorfanden, fehlt hier durchaus. Vielleicht auch, daßder Schöpfer in seiner Allweisheit und in seiner Voraus-sicht der künftigen Dinge das Vorbild jener konstitutionellenLuftblase in der Natur schon erschaffen hatte, welche späterals selbsteigenstes Produkt der Kaiserpartei in Frankfurterfunden werden sollte. Wie? Wenn Dahlmann und Ger-vinus heimlich Naturwissenschaften betrieben hätten, währendman sie mit tiefen Studien über Politik und über Shake-speare beschäftigt glaubte! Wenn diese edlen Männer denAbgründen des Meeres jenes Ideal abgelauscht hätten, dasman als ein mathematisches Produkt einer unlösbaren Pa-ragraphen-Gleichuug des siebenten Grades, Reichsverfassung

genannt, mit Unrecht ansah!--

Doch stellen wir uns in die Gegenwart! Jene Luftblase,die stets den ganzen Organismus des Blasenträgerstaatesin der Höhe hält, die sein Auf- und Absteigen, sein Heben