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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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sie ist die Staatskasse, die alle Säfte des ganzen Organis-mus an sich zieht, ohne daß ihre Leere jemals gefülltwerden konnte, und die den belebenden Strom von sichausgehen läßt, nachdem sie den besten Theil davon ver-flüchtigt und in hohle Luft verwandelt hat. Diese Staats-kasse krönt als letzte Spitze den hohlen Stamm, die allge-meine Staatskrippe, an welcher, wie wir sehen werden, alleübrigen Gebilde des Gesammtorganismus und vor allenDingen die Beamten hängen, und ihr Zustand erscheint demUnkundigen, der sich von dem bunten Farbcnspiele täuschenläßt, beneidenswerth. Aber mögen die Herren Krauß oderFould die Blase auch noch so sehr mit roth oder blauübertünchen, das kundige Auge dringt dennoch, mit Roth-schilds Brillen bewaffnet, durch die farbige Hülle hindurchund gewahrt die schreckliche Leere im Inneren des künstlichin der Schwebe gehaltenen Raumes. Mit Hohngelächterthun die Forscher der Opposition, die grießgrämigen Nach-rechner des Budgets, welche alljährlich ihre Galle an deranschwellenden Staatsrechnung auslassen, ohne sie darumanders machen zu können, mit Hohngelächter oder Achsel-zucken thun sie der ganzen Welt kund, daß die schöne Farbeeitles Blendwerk sei, ein haltloser Firniß zur Uebertünchungeines bodenlosen Deficits, welches auch der gewandtesteRechenmeister nicht in einen Ueberschuß umwandeln könne.Staatsschuld und Deficit! Herrliche Verkörperungen derabsoluten Absorptionskraft im Staatswesen, Ungeheuer, dietäglich, wie die Drachen der Fabel eine weißgekleidete Jung-frau, so eine Ladung von Thalern zur Tilgung ihrer Leereverschlingen und zu deren Erlegung die Sct. Georg's desFinanzwesens noch erfunden werden müssen. FurchtbareMolochsbilder, deren Appetit auf derselben Stufe zn erhal-