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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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krämer und Detailhändler der Wissenschaft im Ausverkaufüber die Straße, ist alles Dichten und Trachten dieserEpiciers nur darauf gerichtet, so viele Käufer als möglichin ihre Bude zu locken, oder sich ein Monopol geben zulassen, vermöge dessen nur sie allein an diesem oder jenemZapfen der kastalischen Quelle ausschenken können. »DieLandeskinder sollen zwei Jahre auf der Landesuniversitätzubringen und nur auf erhaltene spezielle Erlaubniß hinim Auslande studircn können. Unsere jungen Leute werdenim Auslande verdorben und entweder vermaledeite Pietistenin Halle oder persönliche Feinde Jchova's in Berlin beiden Bauers», schreit der Eine, um sicher zu sein, daß dieder Schule entlassenen Jünglinge seinem platten Rationalis-mus und nicht einer abweichenden Richtung im Auslandedie Dukaten in die Schublade rollen lassen. »Die gegen-wärtige Generation ergibt sich zu sehr den Fachstudien undvernachlässigt die allgemeinen Wissenschaften» klagt ein An-derer. »Befiehl ihnen, o Ministerium, daß sie Logik undGeschichte und Mathematik hören und sich allgemeine Men-schenbildung erwerben (denn ich lese Logik, mein GevatterGeschichte und mein zukünftiger Schwager Mathematik undwir haben alle drei leere Hörsäle und folgerichtig auch leereTaschen....)», »Jugend hat keine Tugend», eifert derDritte, »man muß sie gewähren lassen und darf Studentennicht wie Schulbuben behandeln! Laßt ihnen jegliche Frei-heit, in Biergelagen und anderen Ausschweifungen ihrejugendliche Kraft auszutoben! Was thut's, wenn sie denPhilister rnpeln, eine besondere Kaste bilden und allen nurerdenklichen Unsinn treiben? Wenn sie sich ausgetobt haben,werden sie später nur um so brauchbarer. Ich bin fürFreiheit, für viel Freiheit.« Man klatscht dem freiheits-