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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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Zeitalter vorgedrungen, daß die stndirende Jugend, welchefrüher mit Begeisterung den Ideen der Freiheit sich hin-gab , jetzt im Gegentheile ihrer großen Mehrzahl *) nachvon denselben sich abgewandt hat. Der Enthusiasmus fürFreiheit und BolkSrecht liegt jetzt in tieferen Schichten, alsin den verdorbenen Schößlingen jener faulen Beamtenkaste,die sich überall mit unersättlicher Gier zu der Staatskrippedrängt, auf welcher ihre einzige Möglichkeit der Existenzberuht. Diese Setzlinge der Bureaukratie hatten sehr Wohlberechnet, daß die Tendenzen der Revolution, deren erstesViertel wir bis jetzt erlebt haben, tief genug gingen, umden Leibrenten die Bürgschaft zu nehmen, welche sie durchihr Studium auf die Staatskasse zu placiren gedachten.Sie kannten sich selbst und ihre Erziehung zu Wohl, um zuwissen, daß die Entwurzelung dieses schmarotzenden Bc-amtenthnms, das an des Volkes innerstem Marke saugt,auch ihnen nothwendig Verderben bringen müsse und siehatten nicht Aufopferungsfähigkeit genug, um den altenBallast über Bord zu werfen und entschlossen in eine neueLebensbahn einzusieuern. Wir können diese Verhältnissebeklagen, aber ihren Opfern kaum zürnen. Wie soll einsolches Wesen, das von Kindheit auf in der Zwangsjackeeiner verrückten Erziehung aufgewachsen ist, das man allerSclbstständigkeit, alles eigenen Denkens beraubt hat, um eszu einer auswendig lernenden Maschine zu machen, dasseiner Abhängigkeit bewußt genug ist, um die Unmöglichkeit,ohne Staatskrücke auf eigenen Füßen stehen zu können, ein-

*) Ich sage: die Mehrzahl, und zwar in dem engeren, nachGothischer Ansicht begränzten Deutschland. Die Ausnahme», die ichgern zur Regel machen möchte, sind um so ehrenvoller,