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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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men? Guter Gott! Wir haben dieses Heer von Gänsengesehen, wie es Tags vorher noch stolz dnrch die Straßenwatschelte und dann plötzlich, von dem Windstoß der Re-volution aufgescheucht, kreischend durch alle Straßen flatterteund mit den Köpfen an die verschlossenen Thüren der ge-wohnten Ställe anrannte, die ihm früher ein heimliches,sicheres Asyl gewährten; verstörte Gesichter, stiere Augen,vor Angst schnatternde Kinnladen, aufgeblusterteS Gefieder,wankende Kniee, die sich ängstlich an die Häupter der Be-wegung anzuschließen suchten mit den lebhaftesten Bcthencrun-gen der Ergebenheit! Jetzt haben sie sich wieder eng zu-sammengedrückt, recken die Hälse empor und schlagen muthigmit den Flügeln, wenn die geheime Polizei ruft: der Ha-bicht kommt! Eine Welt ist zu klein für ihre nberschwang-liche Courage.

Die Beamten arbeiten für den Gesammtorganismus,der sie dafür ernährt und ihren Leistungen gemäß entschä-digt. Nichts ist billiger, als dieses und auch bei den Bla-senträgeru ist, wie man sieht, dieser Grundsatz vollständigdurchgeführt; aber daß es so sein müsse, wie bei den Bla-senträgern, daß eine solche Schwimmblase nun auch für ihreganze Lebenszeit an den Staatswageu angespannt sein müsse,daß ihre ganze Thätigkeit auf diesen beschränkt, von diesemallein abhängig sein und für alle Ewigkeit hinaus garantirtsein müsse;für solche Einsicht wird einer künftigen, ver-ständigeren Generation, die nicht mehr das Bleigewicht derbestehenden Verhältnisse an den Füßen und an dem Kopfehängen hat, das nöthige Begriffsvermögen abgehen. Manwird dnrch weiteres Nachdenken wahrscheinlich zu den! Schlüssegelangen, daß der Beamte nicht für den Staat, sondernfür besondere Geschäfte des Volkes da sei und daß man