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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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dert Tausend Franks dafür bezahlte und selber gewiß ebenso viel in die Tasche steckte. Er kaufte die verdorbeneFrucht, welche in Genua und Marseille nicht ausgestellt

werden durfte und ließ daraus das Brod für das Fürsten-thum backen. Wehe dem, der fremdes Brod einführte!

Sechs Monate Gefängniß und fünf Hundert Franks Strafeerwarteten ihn unfehlbar. Die Fremden wurden an der

Gränze verhaftet, wenn sie Brod bei sich hatten; derKapitän eines Schiffes, das in einem Hafen des Fürsteu-thums Zuflucht suchte, wurde in Geldstrafe verfällt, wenner ein Stückchen Brod an Bord hatte. Wie über das

Vieh, so hielt man ein Civilstandsregister über das Brod.Die Bäcker, welche eigentlich nur die Vcrkaufsbureaus desBrodes hielten, mußten in einem besonderen Register denVerbrauch einer jeden Familie bemerken. Entsprach diesernicht dem angenommenen Bedürfnisse, so folgte criminellesVerhör vor dem Untersnchnngsrichter, Haussuchung und monat-langer Untersuchnngsarrest; denn das Vergehen gegenden Säckel des Prinzen war im Fürstenthume Monacoeben so unverzeihlich, als die Sünde wider den heiligenGeist in der Kirche.

Der Fürst hatte, wie man aus dem Vorhergehendenersehen mag, einen gewaltigen Abscheu vor dem Pauperismus.Er wünschte einen Jeden reich und glücklich zu sehen undfing, wie man in allen guten Dingen thun soll, so auchin diesem Punkte löblicher Weise mit sich selber an. Ergehörte durchaus nicht zu der Klasse von Philosophen, welchetheoretische Grundsätze aufstellen, ohne sie auch praktisch zurAnwendung zu bringen. Die Ausrottung des Pauperismus,die seine Lieblingsidee war, gelang ihm wenigstens an dereignen Person ganz vortrefflich. Doch der begeisterte Mann