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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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folge darzustellen, als es ihnen bei der materiellen gelungenist? Wir wissen, daß der Börsenwolf selbst keinen Glau-ben hat, daß er aber desselben bedarf, um den Staats-organismus in derjenigen Art und Weise zu erhalten, diefür seine Exploitation die Vortheilhafteste ist. Sollten dieBlasentragerstaaten, die wir in jeder Beziehung so hochcivilisirt fanden, sollten sie in diesem Punkte schonProudhon vorausgeeilt sein und jenen Faden zerrissenhaben, der das Göttliche mit dem Staate verknüpft?Sollten sie schon bei jenem Abgrunde sittlicher Verwor-fenheit angekommen sein, wo man nicht mehr den Opfer-muth des Glaubens, sondern denjenigen des Unglaubensanruft und wo man den Vorzug des denkenden Wesensdarein setzt, sich für dasjenige zu opfern, was man nichtglaubt und von dem man überzeugt ist, daß es sich nichtrealisiren läßt? Es war freilich noch eine bequeme Zeitfür Propheten, als man eine Ueberzeugung haben und fürdieselbe auf dem Schaffet oder am Kreuze sterben konnte.Eine Ueberzeugung ist sie heut zu Tage noch möglich?Wir haben das Martyrium analysirt und sind allmälig zuder Ansicht gekommen, daß eine lebende Kraft in unseremZeitalter, welches die überirdischen Kräfte unter sein Fern-rohr und unter sein Mikroscop gebannt hat, mehr werthist, als hundert Geister, die aus allen möglichen Höhen aufuns niederschauen und ihren Nachfolgern Beifall zuwinken.Das ist freilich sehr ärgerlich, da es unser Wörterbuch einerganzen Menge effektvoller Phrasen beraubt, welche unsereGegner, freilich mit stets abnehmendem Erfolge, benutzenkönnen. Wir müssen dieß Uebel zu ertragen suchen. Viel-leicht, daß es nöthig ist, um dem mystischen Dränge zugenügen, eine neue Religion in dieser Richtung zu stiften,