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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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schaukeln träumerisch die schlanken Tränbchen, die sich zu-weilen fast unlösbar mit einander verwickeln, dann wiederwie durch eine elektrische Erschütterung auseinander schnellen.Bei noch Anderen entwickeln sich weite Kapseln mit beson-deren Schwimmblasen versehen, die allmälig eine lebhaftrothe Farbe annehmen und endlich sich losreißen von demStamme, um hinaus zu segeln in das blaue Element. Dassind unzweifelhaft die Missionsprediger, die den Samenvom Evangelium des Blascnträgerstaates hinaustragen zufremden Völkern, welche sie belehren und bei denen sieBlascnträgerkolonien gründen; junge Individuen, diezuweilen wachsen und gedeihen, oft aber auch elendiglichumkommen, weil Krabben und Seespinnen, ungläubige Rip-penquallen und verstockte Fische ihnen nachstellen und sieals gute Beute verzehren. Ja man sagt, daß sogar vonstumpfsinnigen, unwissenden und aller Reflexion baarenSeescheiden-Kolonien solche Missionäre der BlasenträgcrAntworten erhielten, ähnlich denjenigen, welche die Grön-länder den Missionären der mährischen Bruder gaben:

»Zeigt uns den Gott, den ihr beschreibt, dann wollenwir an ihn glauben und ihm dienen. Ihr schildert ihnzu hoch und zu unbegreiflich; wie sollen wir kleinen Leutedenn zu ihm kommen? Auch wird er sich nicht um unskümmern. Wir haben ihn angerufen, wenn wir nichts zuessen hatten, oder wenn wir krank gewesen sind, aber esist, als wenn er uns nicht hören wollte. Wir denken, daßdas, was ihr von ihm sagt, nicht wahr ist, denn wenn ihrihn wirklich besser kennt, als wir, so mögt ihr durch eureGebete für uns hinlängliche Nahrung, einen gesunden Kör-per und eine trockene Wohnung erlangen. Das ist Alles,was wir brauchen und wünschen. Unsere Seele ist schon

Vogt's Thierstaaten. 10