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Untersuchungen über Thierstaaten / von Carl Vogt
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gedrungen war, daß mau fast alle Organe, wenn auch inveränderten Proportionen, fand. Man sagt, der Engländerbaue an dem Orte einer Niederlassung zuerst eine Kirche,der Amerikaner eine Druckpresse und der Deutsche eineKneipe. So mögen auch bei den verschiedenen Völkernverschiedene Staatsorgane erst nacheinander zur Entwicklungkommen, je nach der Wichtigkeit, welche denselben beigelegtwird. Bei den Blasenträgerstaaten ist offenbar die Luft-blase, der Staatsschatz, die Centralkasse, das Primitive. Sieist im Verhältnisse zu den jungen Individuen ungeheuergroß und eben so leer, als später ein Beweis, daß jederbeginnende Staat in unserer Civilisationsepoche mit Staats-schulden seine Laufbahn antreten müsse. Diese nnverhält-nißmäßige Staatskasse, die gleich einem Ballon in demWasser schwebt und jetzt schon in den lieblichsten Farbenspielt, wird von einer bedeutenden Anzahl ungeheurer Deck-schnpper umhüllt, die nach allen Seiten hin Wegstarren undeinen äußerst kurzen Stamm umschließen, an welchem meistein einziges noch unvollendetes Schluckmaul mit unent-wickelten Knospen, den Proletariern, hängt. Die ungeheuereEntwicklung der bewaffneten Macht zum Schutze des vonAnfang an leeren Staatsschatzes wird wohl durch die Noth-wendigkeit bedingt, den jungen Staat gegen äußere Feindezu schützen. Die weitere Ausbildung desselben beruht aufder Thätigkeit des Schluckmaules, dessen Proletarierkolonieen,dessen Fangschnüre sich rasch ausbilden und reichliche Nah-rung verschaffen. Aber zwei Dinge fallen besonders beidiesen jungen Blasenträgerstaaten auf. Die Bureaukratieder Schwimmblasen fehlt gänzlich. Auch bei dem bestenWillen laßt sich nicht eine Spur davon entdecken. Erstmit der späteren Korruption, mit dem Aelterwerden des