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Index der Abbildungen zur Archilectur. Taf, 9 10.

Labicana (Aringht Roma subterranea, Tom. II., >pag. 412.). i

Man weifs, dafs bei dein Stillstand der Verfol- !gungen, und besonders nachdem den Christen Frei- iheit zugestanden worden, die Päbste, im Wunsch, die iKatakomben zu bewahren und zu verschönern, dort iunterirdische Hauten anordneten. Zuweilen sind dies isorgfältiger ausgefiihrte Arbeiten; sein Beispiel da-von, der Katakombe des heil. Marcellinus entnommen,sieht man im obern Winkel dieses Planes zur Linken.

Sie liefsen daselbst auch Kapellen erbauen, worinsie in festlichen und Bufszciten die Frömmigkeit derGläubigen durch aneifernde Reden anregten, ln demuntern Winkel dieses Planes habe ich ilie innereAnsicht einer dieser Kapellen aus derselben Kata-kombe dargestellt. Daselbst wird noch jetzt alljährlichim Junius, am Tage jenes Heiligen, eine Messe gelesen.

Diese Kapelle ist zwischen Nischen, welche halb-kreisförmig in den Tuff gegraben sind, angelegt, eineArt alter Denkmäler, welche bestimmt waren, dieLeiber der Märtyrer aufzunehmen; darüber sind andreminder ausgezeichnete Gräber.

lfi) Ansicht einer andern Kapelle der Kata-kombe von San Marcellino; die Oeffnung imScheitel der Decke zeigt, wie diese Kapellen vonaufsenher Luft und Licht erhielten, sobald sie sichim jrsten Stockwerk der Katakomben befanden.Diese Fenster trifft man ebenfalls häufig in den Um-gebungen Roms an, und man kann sich derselben oftbedienen, um in die Katakomben hinein oder aus den-selben hervorzusteigen.

Diese so von oben erleuchteten Räume nannteman cubicula clara.

Ocriirrnnt caenis immina foramiua tectis,

Q,uae jaciaut claros autra super rariios.

Attamen cxcisi super cava viscera inontisCrebra terebrato foruice lux pructrat.

Sic datur abscutis per subterrauea solisCeroere fulgoreui, luminibusque frui.

Prudcutios Lib. II.) Ilyumus XI., v. 161.

17) Plan eines T h e i 1 e s der Katakombevon San Saturnino bei Rom , via Salara, unterder Villa Gangalandi. Wie der gröfstc Theil der an.«lern in die Puzzolane oder den vulkanischen Tuffgegraben, woraus der untere Boden Roms und seinerUmgebungen besteht, gewährt diese Katakombe denNaturforschern die Mittel, wie an wenig andernOrten, die Erdschichten tief hinein zu untersuchen.

18) Durchschnitt eines Theils der Kata-kotnbe von St. Saturnino.

19) Plan des Ortes Platonia genannt, bei St.Sebastian vor den Mauern Roms. Dieser von derFrömmigkeit des Papstes St. Damasus im IV. Jahr-hundert sehr geschmückte und zur Hälfte unterirdi-

sche, Raum liegt dem Chor der Kirche zur Linken,zwischen ihr und dem Begräbnifs des Papstes undMärtyrers S. Calixtus; nobilissimum, nach dem Aus-druck des Aringhi, t/uud cneteris tum amplitudinetum antiquitate praestat; zwei Treppen führen zudiesem Begräbnifsort, der so nahe liegt, dafs dieserOrt oft ad catacumbas genannt wird.

Daselbst sind noch acht Räume oder Nischen,die wahrscheinlich zu eben so viel Gräbern gedienthaben; sie sind bogenförmig in tlen Tuff gegrabenund mit Ziegeln und Mörtel bekleidet. Eine Mar-inorbauk erstreckt sich längs des Umfangs. ImCentrum dieses Raumes stand ein bischöflicher oderpäpstlicher Stuhl, und die Mauern waren mit Mar-morplatten belegtJ ein Schmuck, der ihm in alterZeit, wie andern in gleicher Art von andern Päbstenverzierten Stätten, den Namen Platotiia gegeben.S. Damasus, welcher der heiligen Musen pflog,liefs dort in den Marmor graben:

Ilic habitasse prius sauctos copuoscere debes

Notuiue quisque Petri, pariter Patilique requiris.

Dies ist der Ort, wo man die wifsbegierigenFremden in die Katakomben von St. Sebastianeinführt.

20) Plan, auch Durchschnitt einer Katak ombebei Taormina in Sicilien . Dieses Monument,das bis jetzt noch nicht publicirt worden ist,scheint seiner Bestimmung nach einen Platz nebenden andern derselben Tafel zu verdienen; es stelltdie Ueberreste eines Begräbnifsortcs dar, der denSarazenen gehört haben soll zur Zeit, als sie Her-ren dieser Insel waren. Man sieht die Spuren derGänge, 12 Fufs breit, umgeben von Zellchen oderBegräbnifsnischcn, welche 3 bis 4 Fufs Durchmes-ser auf 6 Fufs Länge hatten. Jedes dieser Zell-dien war wahrscheinlich mit einem versiegeltenStein geschlossen, wie gewöhnlich, und mit irgendeiner Inschrift versehen.

Herr Belissard, ein sehr unterrichteter fran-zösischer Architekt, von dem diese Zeichnung her-rührt, erkannte den Sarazenischen oder ArabischenCharakter dieses Monuments an seiner Analogie mit: andern gleicher Art, die er in Granada in Spanien ,

das so lange von den Sarazenen bewohnt worden,gesehn hatte.

i 21) Plan und Durchschnitt einer Katakombeder Etrusker, unter der alten Tarquinia bei Cor. neto. Diese Nation, welche später den Gebrauchannahm, die Todten zu verbrennen und die Asche in. kleinen Urnen zu verwahren, begrub sie anfänglich, wie die Andern, an öffentlichen oder allgemeinen. Begräbnifsorten. Der Plan, die innern Ansichten

wie die merkwürdigen Verzierungen dieser Kata-