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Erster Band.
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Kaiserlichen entgegenrückten, zog er sich, jedem ernstlichen Gefechteausweichend, eiligst zurück. Dadurch erreichte er seinen Zweck,die Belagerung bei der vorgerückten ungünstigen Jahreszeit in dieLänge zu ziehen, vollkommen.

Ein Sturm, den die Baiern am 4. Oktober auf die von ihnenbewerkstelligte Bresche' am fränkischen Thore des Schloßrondclsausführten, ward von den Türken mit einem Verluste von 400 Mannbaierscher Seits zurückgewiesen.

Am 9. Oktober bemächtigte sich die türkische Besatzung einigermit 13,000 Portionen Brod beladenen Schiffe. Bis zu EndeOktobers ward von den Kaiserlichen nichts Ernstliches mehr unter-nommen, den Türken dagegen wuchs der Muth mit jedem Tage.

Nach der Ankunft des Kriegspräsidenten, Markgrafen Her-mann von Baden im kaiserlichen Lager ward von den comman-direnden Generalen in Betracht des großen Verlustes, welchendas Heer in der mehr als dreimonatlichen Belagerung erlittenhatte, ferner des Regenwetters, endlich des Mangels an Mu-nition und Fourage, beschlossen, die Belagerung aufzuheben.Während dieser Beschluß gefaßt wurde, erschien der Pascha vonErlau auf der Pcster Seite mit einem starken Corps, deckte dieDurchfahrt von sieben, mit Mund- und Kriegsbedürfnissen be-ladenen Schiffen, und brachte diese, nebst einigen hundert Minen-gräbern wohlbehalten in die Stadt.

Am 29. Oktober schifften die Kaiserlichen ihr schweres Geschützein. Am 1. November zog das Heer, anfangs in der Richtunggegen Stuhlweißenburg, als beabsichtige es den Feind auszu-suchen, dann sich gegen Gran wendend, von Ofen ab. DemPrinzen Ludwig von Baden ward die Führung der Nachhutanvertraut, wobei er von dem nachsetzenden Serasker bis zumGraner Gebirge lebhaft verfolgt wurde. Bei dem schleunigenAbzüge der Kaiserlichen mußte der größere Theil der Kranken aufder Insel St. Andre zurückgelassen werden, wo sie wenige Tagedarauf in die Hände der Türken fielen. Der Verlust der Kaiser-lichen und Baiern vor Ofen wird von Einigen zu mehr als20,000 Mann und 639 Offizieren, von Andern nur halb so großangegeben. Türkische Autoren stimmen mit der erstem Angabeüberein.

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