dasselbe. Es war dies die letzte Waffcnthat des unter dem Prin-zen Ludwig stehenden kaiserlichen Truppencorps in diesem Feld-zuge, das sofort in Ober-Ungarn, Niederösterreich, Schlesien,Mähren und Bohmen Winterquartiere bezog.
In Ober-Ungarn hatte Caraffa an des erkrankten CapraraStelle den Oberbefehl übernommen. Szegedin, der Hauptwaffen-platz der ungarischen Mißvergnügten, ward auf dessen Befehl vondem General Wallis belagert. Auch hier gaben die Türkendie Stadt preis und zogen sich in die feste Burg zurück. AmlOten Tage der Belagerung schlug General V eterani mit 6000Ungarn und Deutschen bei Szenta ein viermal so starkes türkischesund tatarisches Heer, welches der Großvczier zum Einsätze vonSzegedin abgesendet hatte. Einige Tage darauf übergab die Be-satzung diese Stadt gegen freien Abzug. Andere minder wichtigeUnternehmungen, welche den Winter über durch die kaiserlichenTruppen in Ober-Ungarn ausgeführt wurden, dürfen wir, alsunserer Hauptaufgabe fremd, übergehen.
Mit eben demselben Glücke, wie der Kaiser in Ungarn, kämpftedie Republik Venedig in Dalmatien und Morea gegen die Os-manen.
Der dritte Alliirte des heiligen Bundes, König Johann So-biesky von Polen gab zwar den Türken auf der nordöstlichenGrenze ihres Reiches vielfach zu schaffen, aber ein entscheidenderSieg gegen dieselben gelang weder ihm, noch einem seiner Feld-herrn.
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Nach dem Falle von Szegedin führte der Großvezier Suley-man Pascha sein Heer nach Belgrad in die Winterquartiere;die Tataren verlegte er in das Temesvarer-Gebiet.
Der vierte mißlungene Feldzug brachte die übermüthigenTürken allmählig auf friedlichere Gedanken. Im Winter sendetedaher der Großvezier ein Friede suchendes Schreiben an den Hof-kricgsraths-Präsidenten, Markgrafen Hermann von Baden.Auf dieses folgte der Bescheid: Vor allen Dingen müsse Tökölyausgeliefert werden; aber auch dann könne der Frieden nicht ein-