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Erster Band.
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unfern der Brücke ein Lager bezogen, das die Züge von Truppen undFuhrwerken, die fort und fort über die Brücke defilirten, aufnahm.

Die Türken, von der nahen Ankunft der Kaiserlichen überrascht,drängten sich mit immer größerer Eile nach der Brücke, wodurchbald Verwirrung entstand, während Prinz Eugen den Anmarschseines Heeres beschleunigte, und an der Spitze der Reiterei denAufmarsch der Artillerie und des Fußvolks, das sich aus sechs So-lennen entwickelte, deckte. «

2000 Spahis, welche um diese Zeit außerhalb der Verschan-zungen erschienen, wurden von Eugen, der sich an der Spitzevon sechs Kavalerie-Regimentern ihnen entgegen warf, auseinan-der gesprengt und zum schleunigen Rückzüge hinter ihre Linien ge-nöthigt. Von diesem Augenblicke an beschränkten sich die Türkenauf ein lebhaftes Geschützfeuer, das von den Kaiserlichen, nachMaßgabe als ihre Batterien anlangten, erwidert wurde; währenddessen formirte sich das kaiserliche Heer zum Angriffe.

Der Großvczier übertrug den Befehl über den rechten Flügeldem Beglerbeg von Rumili, und dem Sandschak von Chi-lona, Kaptan Pascha, den linken Flügel dem Pascha Mis-sirlisade Ibrahim. Tököly's Rath, die Brücke über dieTheiß abbrechen zu lassen, und dadurch die Truppen in demBrückenköpfe zur Tapferkeit der Verzweiflung zu zwingen, war vondem Sultan nicht angenommen worden.

Die Pascha's, welche der Sultan seit 24 Stunden auf daslinke Ufer hatte abziehen lassen, berief er in größter Eile zurück;sie begaben sich, weil die Brücke gedrängt voll war, zu Fußeherüber in das Zelt des Großveziers, der sie zur Krone des Mär-tyrthums anfeuerte. Der Großvezier, wohl einsehend, daß wenner auch über die Brücke sich zurückzöge, sein Kopf doch verfallensey, war entschlossen, hier lieber rühmlich, als unter der Hand deSHenkers zu fallen. Es sollte jetzt eintreffen, was er und Hussein-Pascha im Kricgsrathe von Belgrad vorausgesagt hatten.

Prinz Eugen hatte inzwischen sein Heer in zwei Treffen ge-ordnet. Der rechte Flügel, geführt von dem Grasen Guido vonStarhemberg vollzog entlang der Theiß seinen Anmarsch. Dieerste Linie bildeten abwechslnngswcise Schwadronen und Bataillone.2n der Mitte befehligte Prinz Eugen in Person die Reiterei; der