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Erster Band.
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desto leichter den Einfall in Bosnien zu erneuern, hielt eine kurzeBeschießung aus, ohne sich zu ergeben, worauf E u g c n den Rück-marsch über die Save fortsetzte. Am 8. November rückten die Kai-serlichen in Essek ein. Der ganze Zug hatte nicht mehr als 40Mann und einige Pferde gekostet.

Nachdem Prinz Eugen auch diese Truppen in Winterquartiereverlegt hatte, eilte er nach Wien, um dem Kaiser Bericht überden beendigten Feldzug abzustatten.

Seine Reise dahin glich einem Triumphzugc. In Städten undDörfern drängte sich Jung und Alt herbei, und begrüßte ihn alsRetter und Befreier. Der Empfang, der ihm von dem Kaiser zuTheil wurde, wird von den meisten Schriftstellern ziemlich überein-stimmend auf folgende Weise erzählt:

Die Zeit, welche seit der Schlacht bei Zenta und Eugen'sAnkunft zu Wien verstrich, war von seinen Feinden, besonders vonCaprara eifrig benützt worden. Dieser, der es dem PrinzenEugen nicht vergeben konnte, daß der Letztere, der an Alter undDienstjahren eben so weit hinter ihm stand, als an Talent undVerdiensten vor ihm, und aus einem Untergebenen sein Vorgesetztergeworden war, hatte — von Neid und Eifersucht geleitet, demKaiser unaufhörlich wiederholt, der Erfolg könne Eugen's Unge-horsam gegen die kaiserlichen Befehle nicht rechtfertigen. Hierinvon Andern, ihm Gleichdenkenden unterstützt, gelang es ihm, demKaiser die eigene Meinung beizubringen, als habe Eugen die schul-dige Beachtung der eröffneten Willcnsmeinung seines Monarchenausser Augen gesetzt, und sey deßhalb strafbar. Als daher Eugendem Kaiser Bericht erstattete über die Lage der Dinge, seine weni-gen Hülfsmittel und das glorreiche Ende der Schlacht und ihm dasdem Großvezier abgenommene Rcichssiegel überreichte, hörte ihnLeopold I. schweigend an, ohne Lob und Tadel und entließ ihn,ohne ein Wort an ihn zu richten. Den Tag nach dieser Audienzerhielt er von einem Freunde die Nachricht, daß man damit um-gehe, ihn zu verhaften und vor dem Hofkriegsrathe in Untersuchungzu ziehen. Gleich darauf trat GrafSch lik, Hauptmann der kaiser-lichen Trabanten-Garde, in sein Gemach, forderte ihm im Namendes Kaisers den Degen ab, und kündigte ihm Stadtarrest an. GanzWien kam über diesen Vorfall in ^wegung, die Bürger sendeten