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Erster Band.
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gehen. Einer der Verschworn«:, durch seine Frau hiezu aufgefordert,entdeckte die Meuterei. Die Schuldigen wurden verhaftet, 20 dersel-ben aufgeheult, 12 erschossen und die Ucbrigcn Spicßruthen gesagt.Der Anstifter des ganzen Anschlages war ein Unger aus einem vor-nehmen Hause, der sich jedoch aller angewandten Zwangsmittel un-geachtet bis an sein Lebensende hartnäckig weigerte, die übrigen- Haupträdelsführcr anzugeben.

Um während der Unthätigkeit der Türken das Heer zu beschäfti-gen, ließ Eugen eine Menge Faschinen und Pallisaden fertigen,um den zwischen Becökerck und Sablin gelegenen Morast auszufül-len, und hier zur Deckung Ungarns eine Festung anzulegen, vonwelcher insbesondere Temesvar beobachtet werden sollte. Als derWinter herannahte, verlegte er die Truppen in die Winterquartiere,und begab sich für seine Person nach Wien, wo er sich in den bei-den folgenden Friedcnssahren mit der Errichtung seiner schonen Bib-liothek beschäftigte.

Am 2. November 1698 ward der Friedens - Eongrcß zu Carlo-witz eröffnet. Es hatten sich hier die Bevollmächtigten des Kaisers,des Großherrn, des Czaars von Rußland, des Königs von Polenund der Republik Venedig, und als Vermittler der englische undholländische Gesandte versammelt. Nach 36 Eonfcrcnzcn kam der /Frieden am 26. Januar 1699 zu Stande. In Folge dessen bliebdem Kaiser Siebenbürgen mit seinen vormaligen Grenzen. DemGroßherrn fiel dagegen der Tcmcser Bezirk, so wie ihn die Donau,die Theiß, der Maros und ein Theil Siebenbürgens begrenzten, zu.

Dem Kaiser ward freigestellt, die Festungen Karanscbes, Lippa,Csannad, Lugos und Bekskcrek außer haltbaren Stand zu setzen;dem Großherrn war nicht gestattet, diese Plätze wieder zu befesti-gen. Von Titel bis zum Flusse Bossut und von dort bis zum Ur-sprung der Unna ward die Grenzlinie weiter gezogen; letztere unddie Save trennten das Kaiserliche von dem türkischen Gebiete; dieInseln der Theiß und Maros wurden dem Kaiser zugesprochen;die Inseln der Save sollten Beide gemeinschaftlich besitzen, Streitig-keiten durch Schiedsrichter beigelegt werden und unter diesen Bedin-gungen der Frieden 25 Jahre lang unverletzt bestehen. Tökölyund die mit ihm ausgewanderten Rebellen durften nicht mehr nachUngarn zurückkehren und wurden nach Nikvmcdien verwiesen. Polen