Band 
Erster Band.
Seite
243
JPEG-Download
 

Mit ihm trat auch sein Bruder, der Churfürst von Cöln zuFrankreich über.

Zu Anfang des, Jahres 1701 rückten französische Truppen indie spanischen Niederlande ein, wahrend ein französisches Heer unterCatinat nach Italien aufbrach. Auch Victor Amadäus erklärtesich nach langer Zweideutigkeit für Frankreich. Seine Tochter wurdemit dem neuen Könige Philipp von Spanien vermählt, er selbstmit einer monatlichen Zulage von 50000 Thalern zum Oberfeld-hcrrn der französisch-spanischen Truppen in Italien ernannt, wo-gegen er diese mit 10000 Mann eigener Truppen zu verstärken ver-sprach. Von dcni Pabste und den meisten andern Staaten wardPhilipp V. als König anerkannt. Der Kaiser durfte seinerseitsnur auf die Unterstützung von Brandenburg, weil er diesem Hausedie längst nachgesuchte Königswürde verlieh, und auf die vonBraunschweig-Hannover in Rücksicht der demselben zugesichertenneunten Churwürdc rechnen.

Unter solchen schwierigen Verhältnissen für das österreichischeKaiserhans begann der spanische Erbfolgckrieg.

Das Heer Leopolds I. zählte zu Anfang des Jahres 1701gegen 80000 Mann. Der wichtigste Kriegsschauplatz war voraus-sichtlich Italien. Daher übertrug der Kaiser dem Prinzen Eugenden Oberbefehl über die dorthin bestimmte Armee. Prinz Lud-wig von Baden erhielt den Oberbefehl am Rhein. Die miß-vergnügten Ungarn niederzuhalten, und die Erbstaaten zu decken,ward der Rest der verfügbaren Truppen bestimmt.

Eugen's Heer bestand aus den 8 Infanterie-Regimentern:

Alt Starhcmbcrg,

Mansfcld,

Nigrelli,

Graf Starhcmbcrg,

Herbcrstein,

Guttenstein,

Bagni,

Dann . . . . . . 19200 Mann.

16 *