aus dem Dammwege an die Brücke, welche beim Passo dc Gcsuitiüber den Tartaro geschlagen war: -^scheint, daß Prinz Eugenbei dieser Colonne sich Die zweite Colonne, bestehend aus
zwei ^nfanw-"''^isimcntcrn und sünf Reiter-Regimentern, brachvem Prinzen Commcrcy und dem Grafen Palfsy ausdem Lager bei Delle Becarie auf, und zog über die zweite Brückebei Trcccnta. Oberst Graf Daun rückte mit der bei Castelbaldogelagerten Infanterie und mit 20 Geschützen in die Villa Buona,mit dem Befehl, wofern der Feind den Uebergang über den Tar-taro zu hindern suchen würde, demselben in den Rücken zu fallen.Der Rest des Geschützes ward auf dem Etschdamm oberhalb Castel-baldo aufgefahren, um von hier aus den bei Carpi stehenden Feindüber die Etsch zu beschießen.
Die Bewegungen der kaiserlichen Truppen wurden mit solcherPünktlichkeit ausgeführt, daß beide Eolonnen gleichzeitig, nämlicham 9. Juli Morgens zwischen 2 und 3 Uhr am Tartaro anlang-ten, und diesen, obwohl die Nacht finster und sehr regnerisch war,in großer Ordnung überschritten. Jenseits desselben mußte die zweiteColonne, durch das durchschnittene Terrain aufgehalten, sich rechtswenden, und hinter die erste Colonne setzen. Zu Castagnaro stießdiese auf die ersten französischen Posten. Von dem Kirchhofe bisan den Canal hatten die Feinde eine verschanzte Linie gezogen, inwelcher sie die Kaiserlichen mit einem lebhaften Gcwehrfener empfin-gen. Engen ließ die Grenadiere von den Regimentern Alt-Star-hcmbcrg und Bagni zum Sturme vorrücken, und sie durch dieseRegimenter, und durch Savoycn Dragoner und Vaudemont Kürassiereunterstützen. Die verschanzte Linie wurde nach tapferer Gegenwehrgenommen, und der Feind zum Rückzüge gezwungen.
Eine zweite Verschanznng, welche die Franzosen hinter Castag-naro, an dem Winkel, welchen die Etsch und der Kanal Bianco bil-den, aufgeworfen hatten, ward ohne Widerstand von den Franzosengeräumt. Engen ließ die Truppen hier Halt machen, aufrücken undbereitete hierauf den Angriff auf Carpi vor. General St. Frein on t,der dieses Dorf mit 12 —1500 Mann besetzt hatte, säumte nicht,den Grafen Tcssö, der mit dem Hauptcorps des französischenrechten Flügels zu Sau Pietro di Legnago stand, von dem ihn be-drohenden Angriffe zu benachrichtigen. Da die Entfernung von