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Erster Band.
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Die Zeit vom 17ten bis 27ten benützte er zu genauer Recognos-zirung des Flusses, und zu Aufsuchung eines passenden Uebergangs--punktes, der bei Saliouze zwischen Peschiera und Vallcggio auf-gefunden wurde.

Seit dem Treffen bei Carpi herrschte im Hauptquartier derVerbündeten die größte Uneinigkeit. Der Herzog von Van de-in ont und Graf T esse warfen alle Schuld auf Catinat. Erstererbestand darauf, man müsse dem Prinzen Eugen zwischen derEtsch und dem Po eine Schlacht liefern. Letzterer verlangte vondem König Catinat's Absetzung, in der geheimen Hoffnung, derOberbefehl werde ihm übertragen werden. In dieser Lage befandsich das verbündete Heer, als der Herzog von Savoyen am25. Juli bei demselben anlangte, den Oberbefehl übernahm, unddadurch den Mangel an Einigkeit noch vergrößerte. Die Truppen,welche er mit sich brachte, bestanden aus 11 Bataillonen und5 Schwadronen; dadurch ward das Heer der Verbündeten auf52 Bataillone und 77 Schwadronen gebracht.

Catinat wollte die bei Carpi erlittene Schlappe durch eineSchlacht wieder gut machen. Diesem Plane widersetzte sich derHerzog von Savoyen, dessen höchst zweideutiges Benehmen denMarschall veranlaßte, in einem Berichte an den König denselbendes geheimen Einverständnisses mit dem Feind zu beschuldigen. Vondiesem Augenblick an war Catinat verloren. Die Herzogin vonBurgund, Victor Amadäus Tochter, beschloß, ihren Vater zurächen. In Gemeinschaft mit Vaudcmont, Tcsse und Villc-roi gelang es, die mächtige Frau von Maintcnon gegen Cati-nat einzunehmen, indem man ihr denselben als irreligiös schil-derte. Die Folge dieser Hoscabale war, daß Catinat in Un-gnade fiel und der unfähige Marschall Villeroi zum Oberbefehls-haber der französischen Truppen in Italien bestimmt wurde.

Am 27. Juli begann Prinz Eugen die Operationen wieder.Eine Stunde vor Mitternacht ließ er das Heer, das setzt aus29 Bataillonen, 8 Grenadier-Compagnien, 84 Schwadronen und70 Feldgeschützen bestand, in drei Colounen aufbrechen und dirigirtediese auf drei verschiedenen Wegen nach Salionze. Schon früherhatte der Gcneraladsutant Baron Riedt Befehl erhalten, dienöthigen Brückengcräthschasten dergestalt von Bussolcngo nach Sa-