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Erster Band.
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machte Eugen einige Tage Halt, um für die weitem Operatio-nen in Desenzano Magazine einzurichten.

Die Verbündeten räumten Palazuolo am obern Oglio, und wen-deten sich südlich nach Caneto am untern Oglio, nachdem sie Castig-lione belle Stivcre mit einer Besatzung versehen hatten. Am 4tcnAugust zogen sie sich über den Oglio zurück, die Gegend des linkenUfers ward vorher von ihnen ausgeplündert, und dadurch das Land-volk auf das Höchste erbittert.

Nach dreitägiger Vertheidigung ergab sich Castiglionc; die Hälfteder Besatzung trat in kaiserliche Dienste über. Eugen sendete denGeneralSerini nach Castcl Goffrcdo im Mantnanischen, mit demBefehle, hier ein Getreidcmagazin anzulegen, und die Bewegungender Feinde zu beobachten. Graf Palffy ward mit 1000 Pferdennach Palazuolo am obern Oglio gesendet, mit dem Befehle, vonhier aus in das Mailändische zu streifen.

Sobald Eugen sichere Kunde von dem Rückzüge des Feindesüber den Oglio erhalten hatte, überschritt er am 9. August dieChiesa und lagerte bei Veghizzuolo. Die Verbündeten marschirtcngegen Cremona. Täglich trafen bedeutende Verstärkungen bei den-selben ein, und der Herzog von Savoycn beschloß nunmehr, am,rechten Ufer des Oglio hinanfznrücken und dem kaiserlichen Heereden Uebergang über denselben zu verwehren.

Prinz Eugen setzte inzwischen seine Bewegung an den Ogliofort; am 12ten August bezog er ein Lager bei Bagnolo, auf dergroßen Straße von Brcscia nach Eremona, am 13ten bei Ronca-della an der Mela, am löten bei Rovato und Coccaglio. DenTag vorher waren die Verbündeten bei Soncino gegenüber vonOr-zinuovi eingetroffen. Am 30. August stand das kaiserliche Heerzwischen Pontoglio und Urago am Oglio. Das verbündete Heerhatte sich bei Camissano conzcntrirt und ließ bei Eassano an einerBrücke über die Adda arbeiten. Beide Heere hatten durch die un-erträgliche Hitze bedeutend gelitten. Auf den Märschen blieben sehrviele Soldaten erschöpft am Wege liegen, auch ereigneten sich häufigplötzliche Todesfälle. Jedes Heer mußte sich nach einem Marschtagefast immer noch einen zweiten Tag damit beschäftigen, die entkräf-teten Nachtzügler zu den Fahnen zu bringen.

Marschall Catinat, dem es auffiel, von allen seinen Maaß-