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Erster Band.
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Plan Nr. V.

Cremona liegt in einer weiten Ebene auf dem linken Ufer desPo, unterhalb der Mündung der Adda in diesen Fluß. Die Stadthat fünf Thore, welche durch eben so viele Bastionen geschütztsind; die Ostseite deckt eine gute Citadelle. Ein Kanal, der sichrings um die Stadt herzieht, und zu beiden Seiten derselben inden Po mündet, füllt die Graben der Stadt mit Wasser. Mitdem rechten Ufer des Po stellte eine durch Verschanzungen gedeckteSchiffbrücke die Verbindung her.

Cremona erschien dem Prinzen Engen von großer Wichtig-keit, denn im Besitze dieses festen Platzes durchschnitt er den größer«Theil der Verbindungslinien des auf beiden Po-Ufern cantoniren-den feindlichen Heeres und sah sich im Stande, diese einzeln inihren Hauptposten anzufallen, aufzureiben und sofort gegen Mai-land vorzudringen. Die Besatzung Cremona's bestand aus vierzehnBataillonen und 12 Schwadronen, zusammen gegen 8000 Mann.Gencrallientenant von Crenan und unter ihm die Generale Rc-vel, Mongon, Praslin und Avennes befehligten dieseTruppen. Marschall Villeroi befand sich zur Zeit, als Eugenden Entschluß des Ucberfalls faßte, zu Mailand, wo er sich mitdem Herzog von Vaudemont über die Operationen des bevor-stehenden Feldzuges berieth.

Am 28. Januar berief Eugen die Prinzen Commerci undVaudemont, den Grafen Guido von Starhembcrg undeinige andere Generale nach Luzzara, setzte ihnen seinen Plan aus-einander, und vertheilte, nachdem sie demselben beigestimmt hatten,die Rollen unter sie.

Dem Prinzen von Vaudemont ward der Auftrag, mit2000 Mann Infanterie und 1200 Mann Reitern auf dem rechtenPo-Ufer über Fiorenzuola dergestalt sich der Po-Brücke von Cremonazu nähern, daß er am 1. Februar vor Tagesanbruch zur Über-wältigung des dortigen Brückenkopfes bereit stehe.

Feldzeugmeister Graf Guido von Starhemberg und PrinzCommercy erhielten Befehl, ein gleich starkes Truppencorps am31. Januar in der Nähe von Ostiano am Oglio zusammen zuziehen. Bei dem letzten Corps fand sich Prinz Eugen ein; eine