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demselben entgegenrückte. Die erste Colonne nahm ihren Marschzur Rechten, entlang dem Po, die zweite zur Linken über Tabc-lano; sämmtliches Gepäcke nebst den Zelten blieb in dem altenLager bei Sailetto unter der Bedeckung des Viscontischen Kürassier-Regiments und zweier anderen Regimenter zurück. Nachmittagsum 3 Uhr hatte sich das kaiserliche Heer Luzzara bis auf einehalbe Stunde genähert. Eugen ließ Halt machen und recognos-cirte die feindliche Stellung in Person.
Inzwischen war der Herzog von Vendüme an der Spitzevon 24 Grenadier-compagnien und zwei Dragoner-Regimenternan demselben Tage Morgens um 8 Uhr vor Luzzara angelangt,und hatte sich dieses Postens nach einem kurzen Widerstände derBesatzung bemächtigt; nur der feste Thurm, wohin sich ein Theilderselben zog, konnte nicht an demselben Tage von den Franzosenüberwältigt werden.
Vendöme, der am löten nicht mehr auf den Feind zu stoßenhoffte, rückte über Luzzara hinaus und traf Anstalten zu Absteckungeines Lagers. Die Umgegend von Luzzara ist von Wassergräben,Baumpflanzungcn und Dämmen, welche das Anstreten des Po'szu verhindern erbaut sind, in allen Richtungen durchschnitten, sodaß eine freie Aussicht dadurch nicht wenig erschwert ist. EinZufall verrieth den Franzosen die Nähe ihrer Feinde, die in vollerSchlachtordnung, das beschütz vor der Front, anfmarschirt stan-den, während Vendöme's Truppen in großer Sorglosigkeit sichmit den Anordnungen zum Lager beschäftigten.
Der Herzog von Vendöme von der Nähe seiner Feinde inKenntniß gesetzt, formirte das erste Treffen seines linken Flügelsaus 5—6 Brigaden Infanterie unter dem Gencralli'entenant Tcsse.Dasselbe lehnte sich an den Po und besetzte ein in der Nähe liegen-des Gehölz. Nenn Regimenter Reiterei bildeten unter dem Gc-nerallieutenant Bessons das zweite Treffen. Auf dem großenDamme, der so ziemlich das französische Heer in zwei Hälftentheilte, ward eine Batterie von 6 Geschützen aufgefahren. Gleich-zeitig ordnete der Generallieutenant Erequi den rechten Flügel,der sich an einige Casinen rechts vorwärts von Luzzara lehnte.Wo irgend die Oertlichkeit es gestattete, da deckten sich die Fran-zosen durch Verhaue.
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