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Erster Band.
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Wahrend dieses blutigen Kampfes auf dem rechten Flügelder Kaiserlichen hatte der Graf von Starhemberg auch denlinken zum Angriffe herangeführt; hier, wo der Boden wenigerdurchschnitten war, nahm auch die Reiterei einen lebhaftem An-theil an dem Gefechte. Die kaiserliche Infanterie, unterstütztdurch das Dragoner-Regiment Savoyen, ward bei ihrem erstenAngriffe durch den Generallieutenant Crequi, der hier befeh-ligte, zurückgewiesen; als aber Prinz Vaudemont ihr zweiKürassier - und ein Dragoner-Regiment zu Hülfe führte, gelangder zweite Angriff besser. Die französischen Gensdarmen wurdenvon den kaiserlichen Kürassieren geworfen, und die Karabinicreund Dragoner hatten gleiches Schicksal. Crequi, der an derSpitze der Infanterie den hartnäckigsten Widerstand leistete, wardtödtlich verwundet, und die Kaiserlichen waren auch auf dieserSeite im Vorrücken.

In der Mitte, wo Prinz Eugen selbst befehligte, wendetenur Vendöme's ausgezeichnete Tapferkeit, und die Liebe, mitwelcher der französische Soldat ihm anhicng, eine gänzliche Nie-derlage ab. Aber Eugen behauptete sich auf dem genommenenBoden, obgleich der Kampf bis tief in die finstere Nacht hineinfortdauerte.

Auf dem rechten Flügel blieben alle Anstrengungen des Prin-zen von Lich tcnst ein, das Regiment Piemont aus seiner isolir-ten Stellung zu vertreiben, vergeblich. Bis nach Mitternachtwüthete hier der Kampf und hörte endlich in gänzlicher Erschöpfungauf, nachdem Lichten stein sieben Wunden erhalten hatte. Ge-neral-Lieutenant Besons, der die Reiterei des linken französi-schen Flügels führte, machte nur einen Versuch, seinem bedräng-ten Fußvolk zu Hülfe zu kommen, er mußte jedoch mit großemVerlust vor dem Feuer der kaiserlichen Infanterie weichen.

Auf beiden Seiten hatten die Truppen die größte Tapferkeitund Ausdauer an den Tag gelegt. Beiderseits lagerte man sichauf derselben Stelle, auf welcher man gckämpft hatte. Eugenbenützte den Rest der Nacht zu Aufwerfung einer verschanzten Linie,weil er am folgenden Morgen die Erneuerung des Kampfes erwar-tete. Die Franzosen bezeugten jedoch hiezu keine Lust, und hiel-ten sich ruhig.