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Erster Band.
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der Richtung von Campo-Santo und Finale di Modena in Be-wegung, der Großprior näherte sich der Sccchia.

Am 8. Juni griff Vend«me Ostiglia an. Allein Starhem-berg hatte gegen einen Anfall von dieser Seite Fürsorge getroffen.

Er ließ die Po-Dämme des linken Ufers durchstechen und sehte ,dadurch das ganze umliegende Land in so kurzer Zeit unter Was-ser, daß Vendömc nicht nur seine Angriffe aufgeben, sondernsich in größter Eile über den Tartaro zurückziehen mußte. Raschwendete sich Starhembcrg jetzt gegen den französischen GeneralAlbergotti, der bis in die Nähe von Mirandola vorgedrungenwar, und schlug ihn am 11. Juni mit beträchtlichem Verluste zu-rück. Eugen gab dem Fcldmarschall Starhembcrg in einemSchreiben aus Wien vom 22. Juni die Zufriedenheit des Kaisersmit seinen bisherigen Operationen zu erkennen, und schloß mit denschmeichelhaften Worten:

»In der Kriegskunst bleibt doch immer der einzige Grund-»sah unveränderlich, daß man durch die Vortheile, das Terrain»zu bcnützen, das ersetzen könne, was an Macht gegen den»überlegenen Feind fehlt. Hierin haben Sie bisher Meister-»stücke gezeigt, die verdienen, von allen Kennern der Kriegs-»kunst bewundert zu werden.»

Nach dem mißlungenen Angriff auf Ostiglia wendete sich V cn-dvme nördlich gegen den kaiserlichen General Vaubonnc, dermit 4000 Mann bei Bussolcngo Stellung genommen hatte; alleindieser entzog sich dem ihm zugedachten Schlage durch einen schleu-nigen Rückzug nach Rivoli, worauf Dendüme an den Po zurück-kehrte. Am 1. Juli stand er im Lager bei Duc Castelli, unweitMantua. Der Großprior lagerte auf dem rechten Po-Ufer zwi-schen St. Benedetto und Bondannella. Albergotti stand zu Buon-porto am Panaro, wo er Modena deckte.

Schwerlich würde Feldmarschall Starhembcrg den nunmehrwieder vereinigten Strcitkräftcn Vendome's in die Länge habendie Spitze bieten können. Die Ereignisse in Tyrol retteten ihnvon der drohenden Gefahr. Der Churfürst von Baiern war näm-lich am 22. Juni in Jnsbrnck eingerückt. Am 20. Juli brach Ven-döme mit einem Theile seines Heeres auf, um sich mit dem Chur-