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Erster Band.
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nach Reutlingcn, Gomaringen und Gönningen; am 28ten nachKirchhcim, Neuffen und Metzingen; am 29tcn nach Groß-Süßen,Göppingen und Weilheim. Hier ward zwei Tage gerastet und dieColonnen im Filsthale zusammengezogen. Auf die Nachricht, daßVilleroi eine Truppcnabtheilung nach Hvrnberg vorgeschoben habe,erhielt Graf Nassau von Eugen Befehl, die ganze Infanteriedes schwäbischen Kreises nebst einigen Schwadronen unter dem Ge-neral' V e h lc n vorzupoußircn, um hier die Verbindung zwischenden Stollhofer Linien und dem in das Herz von Baiern eindrin-genden Heere zu unterhalten. Hierauf setzte Engen seinen Marschüber Hcidenheim und Giengen nach der Ebene von Höchstädt fort,wo er am 3. August eintraf.

Um dieselbe Zeit hatte sich Tallard bereits mit dem Chur-fürsten und Marsin vereinigt, wahrend Eugen von Marl-borough noch zwei starke Märsche entfernt stand. Auch aus diesermißlichen Lage rettete beide die Unentschlossenheit der feindlichenFeldherrn. Es ist kein Zweifel, daß wenn sich die letztem mit ver-einten Streitkräften aufEugen oder auf Marlborough geworfenhätten, sie bei ihrer Uebermacht jeden derselben besiegt haben wür-den. Eine nicht minder wichtige Frage war jetzt: auf welche Weisesoll die Vereinigung vollzogen werden? Zog Marlborough denPrinzen Eugen über Donauwerth und Rain an sich, so stand esdem feindlichen Heere frei, bei Tillingcn auf das linke Donauufcrzu gehen, und die Verbündeten von Franken und Würtcmbcrg ab-zuschneiden, woher sie ihren Unterhalt bezogen. Blieb Eugenstehen, um Marlborough's und des Prinzen von Baden An-kunft über Rain und Donauwerth abzuwarten, so gewann derChurfürst die Verbindung mit seiner Hauptstadt, und mit dem gan-zen südlich der Donall liegenden Theile seines Landes wieder. Wel-chen der beiden Plane man auch erwählte, so kam alles darausan, sich sobald als möglich auf einem oder dem andern Donau-User zu vereinigen, um dem Feinde die Möglichkeit zu nehmen,über eines der beiden Heere herzufallen.

Marlborough wählte den letztem Plan und die Art, wieer ihn ausführte, bezeugt sein strategisches Genie. Am 5. Augustbrach er -von Friedberg auf, und marschirte auf der Straße nachNeuburg über Aichach, am 6. August in ein Lager zwischen Sehr»-