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Erster Band.
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oftheim und Erlingshofen Stellung, den rechten Flügel an den Bnr-genhofner Bach, den linken an die Donau gelehnt. Eine Brigadebildete auf dem rechten Kesselufer jenseits Münster die Vorhut.

(Plan Nr. VII.)

Am Morgen des 12. August rccognoszirten Eugen und Marl-borough unter Bedeckung von 7 Schwadronen die vorliegendeGegend. Von dem Kirchthurme von Tapfheim gewahrten sie meh-rere Reiterschaaren und unterschieden deutlich, daß unter Deckungderselben die Gcncralstabsoffiziere des französisch-baier'schen Heeresein Lager zwischen Lutzingen und Blindhcim auf dem rechten Uferdes Nebelbaches absteckten. Sogleich ward von beiden Feldherrnbeschlossen, eine Schlacht zu liefern, und zwar ehe der Feind sichin seiner neuen Stellung festgesetzt und eingerichtet haben würde.400 Pioniere mußten unverweilt unter Bedeckung der Vorhut dieUebergänge über den Rcichenbach vorbereiten. Die beiden Feld-herrn waren kaum in ihr Hauptquartier zurückgekehrt, als feind-liche Reiterschaaren von Schwelungen aus gegen den Reichenbachanrückten und das Heer der Verbündeten allarmirtcn, bald jedochwieder in die Hanptstcllung zurückkehrten, nachdem sie einige Ge-fangene gemacht hatten.

Das französisch-baier'sche Heer war inzwischen in das neueLager hinter dem Nebelbachc eingerückt. Marschall Tallardnahm sein Hauptquartier auf dem rechten Flügel zu Blindhcim;Marschall Marsin in der Mitte zu Oberglauhcim, und ChurfürstMaximilian aus dem linken Flügel zu Lutzingen. — Von Sei-ten der Verbündeten ward die Vorhut durch eine weitere Brigadeverstärkt, um jcdcnfals im Besitze des Dcfilees von Tapfheim zubleiben.

Der Einwendungen mehrerer hohen Generale ungeachtet, be-schlossen Eugen und Marlborongh die Schlacht. Alle Ein-reden hörte der letztere mit Ruhe an und erwiderte hieraus: „Es„ist mir sehr bekannt, daß eine Schlacht nicht ohne Blutvergießen„geliefert wird; allein sie ist unerläßlich. Ich zog die Tapferkeit„und Mannszucht unserer Truppen in Betracht und diese mora-lische Kraft ist reicher Ersatz für die Minderzahl."