Band 
Erster Band.
Seite
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„war ein Corps der Infanterie zwischen die Cavalerie gestellt;„immer das Feuer im Rückzüge so anhaltend, als im Vor-„ rücken. Hatte der tapfere Prinz von Anhalt, ohne erinnert zu„werden und aus eigenem Antriebe uns nicht aller Orten, wo„es zu fehlen schien, mit einer unbeschreiblichen Uncrschrocken-„heit und Anstrengung der preußischen Truppen unterstützt,„so würde dieser Tag vielleicht für mich der unglücklichste„meines Lebens gewesen seyn.„

Wir werden am Ende dieses Feldzugcs auf die Kritik derSchlacht bei Höchstädt zurückkommen, um den Faden der Erzäh-lung hier nicht zu unterbrechen.

Auf dem Marsche nach Ulm hatte Marschall Marsin allenin den benachbarten Städten liegenden Besatzungen den Befehl er-theilt, sich an das Haupthecr anzuschließen. Sobald diese Besatzun-gen eingetroffen waren, ließ Marsin alle Kranke, Verwundeteund Magazine nebst einer Besatzung von 4000 Mann unter dembaicr'schcn General von Bcttcndorf in Ulm zurück, und setzteam 16. August den, Marsch über Wiblingen, Emerkingen, Krauchen-wies und Tuttlingcn nach Hüfingcn fort, wo er vor Hinterlegungdes Schwarzwaldes den ermüdeten Truppen am 26. August einenRasttag gönnte. Am 27ten eilten der Churfürst und Marsinüber Peterzell, den hohlen Graben, St. Mergen und St. Peternach Waldkirch und von da nach Kehl, wo sie am 1. Septembereintrafen, nachdem Marschall Villeroi ihnen zu ihrer AufnahmeTruppen entgegengesendet hatte.

Eugen undMarlborough dachten sich nicht, daß das fran-zösisch-baier'sche Heer nach der Schlacht bei Höchstadt seinen Rück-zug unaufhaltsam bis in das Rheinthal fortsetzen würden, sie ver-mutheten vielmehr, der Feind werde unter den Kanonen von Ulmauf's Neue Widerstand zu leisten suchen. Daher beschlossen sie,mit vereinten Streitkräften gegen Westen vorzudringen und zu die-sem Ende die Belagerung von Jngolstadt vor der Hand aufzugeben.Prinz Ludwig ward ersucht, dem siegreichen Heere über Rain,Donauwerth und Lauingcn nachzufolgen, während dem fränkischenGeneral Aufsaß mit 5 Reiterregimentern die Beobachtung vonJngolstadt und demGeneralHcrbeville die Besetzung von Stadtam Hof übertragen wurde.