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Erster Band.
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war in diesen: Jahre noch auf die Bezwingung von Saarlouis ge-richtet, weil dadurch für das nächste Jahr der Einfall in Frank-reich gehörig vorbereitet worden wäre. Allein die lange Dauer derBelagerung von Landau nöthigte ihn, von dieser Unternehmungabzustehen, und sich auf Sicherstellung der errungenen Vortheile zubeschränken. Demgemäß erhielt Trier eine starke Besatzung unterdem hannöverschen General Noyelles; nach Saarbrück kam einRegiment; der Rest der Truppen bezog Winterquartiere am Zu-sammenflüsse der Saar und der Mosel.

Prinz Eugen, der sowohl während dieser UnternehmungenMarlborough's, als während der Belagerung von Landau durchden Prinzen von Baden, mit der Hauptarmee deckend an derLauter stehen geblieben war, entwarf in dieser Zeit einen meister-haft ausgesonnenen Plan zum Uebcrfalle von Alt- und Ncubreisach.Ludwig XIV. hatte nach dem Ryswickcr Frieden Ncubreisach alsregelmäßiges Achteck befestigen lassen, und sich im Laufe des Jahrs1704 Altbreisachs bemächtigt, dessen Werke er gleichfalls in bessernStand zu setzen befahl. 1200 Arbeiter wurden täglich zum Bauder neuen Werke verwendet. Der Dienst im Innern beider Plätzeward jedoch von den Franzosen mit Nachläßigkeit betrieben, undauf diesen Umstand begründete Eugen seinen Plan.

Nachdem er sich mit dem kaiserlichen Gouverneur von Freiburgins Einvcrständniß gesetzt hatte, ward der Tag abgewartet, anwelchem die gewöhnlichen Heulieferungen aus der Umgegend nachAltbrcisach gebracht wurden. Fünfzig solcher Wagen sollten mitWaffen beladen, und nur oben und auf der Seite mit Heu zu-gedeckt werden. 200 Mann, meist entschlossene Offiziere und Unter-offiziere der Besatzung von Freiburg, sollten als Fuhrleute undBauern verkleidet, mit den Wagen in die Stadt zu dringen suchen,sich der nächsten Wachposten so wie der Zugbrücke bemächtigen, undden nachfolgenden Truppen den Eingang erleichtern. Zu gleicherZeit sollten mehrere mit Truppen bemannte Schiffe von der Rhein-seite her sich Ncubreisachs bemächtigen, indem sie sich für Munitious-zufuhrcn aus Straßburg auszugeben angewiesen waren.

In der Nacht von: 9. auf den 10. November setzte sich derGouverneur von Freiburg mit 4000 Mann Infanterie, 100 Reiternund den oben beschriebenen Hcuwagen von Freiburg aus in Marsch.