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Balzola und Villa nova. Noch zu rechter Zeit wich VictorAmadäus dem ihm zugedachten Schlage aus, indem er sichschleunigst auf Verrua zurückzog. Seine Nachhut ward von denFranzosen eingeholt, und General Vankönne, der dieselbe be-fehligte, gefangen.
Vom 14. Juni bis zum 11. Juli belagerte Vendöme sofortVercclli, an welchem Tage sich die Besatzung, 4000 Mann stark,vor der Zeit ergab. Wenige Tage vorher fiel Susa in die Händedes Herzogs von Lafeuillade; kurz darauf hatten Perusa undPignerol dasselbe Schicksal.
Nachdem Vendomc den Herzog von Savoyen vergebensins freie Feld zu locken versucht hatte, belagerte er Jvrea, dasnach 21tägiger Vertheidigung capitulirte. Lafeuillade nahmAosta und das Fort Bardo, indem er von dem Thal der Doireaus seinem Amtsgenoffen die Hand bot. In der Mitte Oktobersging Vendüme aus das rechte Po-Ufer über, und belagerteVerrua.
Der Herzog von Savoyen, welcher während aller dieser Be-wegungen seines Gegners das feste Lager von Cresccntino nichtverlassen hatte, stand mit Verrua durch eine Schiffbrücke, die auf ^einer zwischcnliegendcn Insel durch einen Brückenkopf gedeckt war,in Verbindung. Durch diese vorthcilhaftc Stellung gelang es ihm,die Belagerung von Verrua nicht nur ungewöhnlich in die Längezu ziehen, sondern auch den Franzosen beträchtlichen Schaden zu-zufügen. So machte unter anderm Graf Starhcmberg am26. Dezember mit 4000 Mann einen Ausfall, zerstörte sämmtlicheBelagerungsarbciten, vernagelte sämmtliche Geschütze und richteteüberhaupt eine solche Zerstörung an, daß die Belagerung mittenim Winter gewissermaßen auf's Neue begonnen werden mußte.Ucbrigcns war der Fall von Verrua bei der großen Uebermachtder Franzosen über kurz oder lang vorauszusehen, und dann standdiesen der Weg nach Turin, der Hauptstadt des Herzogs offen;daher wendete sich dieser in wiederholten dringenden Schreiben anden Wiener Hof um Hülfe, und der Herzog von Marlboroughwar es, der diese, wie wir sehen werden, aus dem entferntenPreußen herbeizuschaffen wußte.