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Eugen's Benehmen in diesem denkwürdigen Feldznge erklärtanch der Verfasser durchaus fehlerfrei, und es wird dessen erha-bene Unterwerfung unter die schwierigen Verhältnisse, in welcheihn die alteren Feldmarschälle, Prinz Ludwig von Baden undHerzog Marlborugh, versetzten, gebührend anerkannt, eineAnerkennung, welche anch Marlborough offen aussprach. Dennder Antheil, den Engen an dem Sieg von Höchstädt hatte, wosein Scharfblick und seine Tapferkeit mit einander wetteiferten, isthistorisch, und liegt für immer in den Archiven.
Die unmittelbaren Resultate dieser Schlacht waren bedeutend,und veränderten das Gleichgewicht der Kräfte beider kriegführen-den Partheien auf diesem Theile des Kriegsschauplatzes. Manhätte das erhaltene Produkt mit Gewißheit vergrößern können,wenn man, am Rhein angekommen, nach der Ansicht von Eugenund Marlborough, den Krieg auf Frankreichs Boden versetzt,und den Feind, dessen moralische Kraft mehr noch als die numc,rische Stärke gesunken, im offenen Felde aufgesucht, und die mora-lische Schwäche, in der er sich befand, zur noch größeren Entschei-dung benutzt hätte. Ohne dagegen den Entschluß, der gegen dieAnsicht beider Feldherrn durchgieng, nämlich Landau zu belagern,hier commentiren zu wollen, drängt es sich von selbst auf, daß eswenigstens nicht klug ist, die Angelegenheiten des Kriegs deshalbin einer gewissen Halbheit stehen zu lassen, um einem jungen Für-sten Zeit zu geben, sich eine untergeordnete Waffenthat anzurech-nen. Die Gegenwart des römischen Königs Josephs bei derArmee war für solche überhaupt von keinem Nutzen.
Indessen bleibt anzuführen, daß dem Fcstungskricg in damali-ger Zeit eine Wichtigkeit beigelegt wurde, die er zcithcr allerdingsverloren hat. Die Kunst der Vertheidigung hatte einen so hobenGrad erreicht, daß die Eroberung einer Festung als eine Waffen-tbat erschien, die selbst dem höchsten Range noch Glanz zulegte.Die Belagerung einer Festung hatte in jener Zeit gewöhnlich dieFolge, daß die Streitkräfte im freien Felde dadurch paralisirtwurden. Dieser Zweck wurde auch durch die Belagerung von Lan-dau erreicht, und die französischen Generale — welche freilich vonTürcnne und Condö nichts gelernt hatten — wußten nichts zu thun,als den Gang dieser Belagerung und den Fall der Festung thatcn-
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