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Churfürsten vonBaiern, der noch immer hartnäckig in der Allianz >mit Frankreich verharrte, ein Heer unter, mit der Bestimmung,die Linie von der Maas nach Antwerpen zu beobachten und da-durch Brabant zu decken.
Die Vertheidigung des Rheins vertraute der König dem Mar-schall Marsin an.
Villars *) ward mit einem abgesonderten Heere an der Saarund der Mosel aufgestellt, um dieses Land zu decken und die Ver-bindung zwischen Marsin und Villeroi herzustellen.
In Italien, wo die Franzosen im verflossenen Jahre mit Glückgefochten hatten, sollte auch dieses Jahr der Hauptschlag geschehen,der Herzog von Savoyen durch überlegene Streitkräftc erdrückt,und für seinen Abfall von Frankreich gezüchtigt werden. DieserAuftrag ward dem Herzog von Vendüme zu Theil.
Victor Amadäus befand sich in der That in einer höchst be-drängten Lage. In dem letzter! Feldzuge hatte er die festen StädteSusa, Pignerol, Aosta, Bardo, Vercelli und Jvrea verloren. Aufder einen Seite sollte er dem Herzog von Lafeuillade widerstehen,der mit 11000 Mann in 20 Bataillonen und 5 Schwadronen sich
*) Nach dem erschütternden Schlage bei Höchstädt suchte die französischeRegierung vor allen Dingen die empörten Cevennen zur Ruhe zubringen. Es war von höchster Wichtigkeit, eine Gährung zu unter-drücken, welche die Aufmerksamkeit vom Kriegsschauplatze auf dieentgegengesetzte Ecke des Königreichs abzog, und dort dem Feindeeinen Eingang zu offnen drohte. Villars, mit diesem Commandobeauftragt, war vor Allem bedacht, die Verbindung mit den Küsten desmittelländischen MeereS abzuschneiden, wodurch jede Bemühung der eng-lischen Flotte, den Aufwieglern Beistand zuzuführen, vereitelt wurde.Die bewaffneten Bauern blieben ihrem Schicksale überlasse», das leichtvorauszusehen war, weil sie mit wohlabgerichteten, geübten Kriegernunter einem Generale zu thun hatten, der unter den Seinigen mitvollem Rechte den Ruf des Geschicktesten genoß. Die ungeregeltenHorden wurden halb durch Gewalt, halb durch List zerstreut, undihre Anführer gezwungen, entweder die Verzeihung ihres Monarchenanzuflehen, oder auf fremdem Gebiete eine Freistätte zu suchen.
Die näheren Umstände des Krieges in den Cevennen müßen wir,als unserem Hauptgegenstande fremd, mit Stillschweigen übergehen.