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Erster Band.
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liegt nicht in unserer Aufgabe, eine umfassende Charakteristik diesesMonarchen zu geben. In seiner Jugend zum geistlichen Standebestimmt, gelang es ihm nie, sich der Vormundschaft desselben zuentziehen. Unter seiner Regierung artete die Bestechlichkeit vielerder vornehmsten Geschäftsmänner dergestalt aus, daß Mon tr-eue» li einst in einem Anfalle gerechten Zorns an den Kaiserschrieb: „Er möchte künftig die Operationsplane und Armcebe-„sehle lieber gerade nach Paris schicken, damit der Feind wenig-stens an der Aufrichtigkeit dieser Mittheilung zweifle; denn bis-„her habe er (Montecuculi) dieselben immer früher aus den„Bewegungen und Gegeuanstalten der Feinde errathen, als er sie„auä Wicn erhalten habe." Daher erscheint auch Leopold'sganze, fast ein halbes Jahrhundert erfüllende Regierung als eine

Schreiben Eugen'» an den Grafen von Starhemberg widerlegt,da« aus Wien vvm 8. Mai datirt ist:

„Der Todesfall des Kaiser» verlängert meinen Aufenthalt zu„Wien noch um einige Tage. Der Geschäftsgang, der ohnehin„nicht vorangeht, wird durch das Ceremom'el und durch die Ver-wirrung bei einem solchen Ereignisse noch mehr gehindert. Würde„der neue Souverain nicht meine Gegenwart gefordert, und mir„zugleich noch einige Dispositionen vollkommen überlassen haben,„so hätte ich meine Reise nach Italien schon angetreten. Läng-„stens in drei Tagen hoffe ich los zu werden. — Ich kann mir„leicht vorstellen, daß die Franzosen diesen Trauerfall in ihren„politischen Calcul ziehen werden, besonders da unsere mit Sa-„voyen vereinigte Armee zu schwach ist, eS mit ihnen aufzu-nehmen. Ich will sehen, ob es noch möglich seyn wird, Miran-„dola zu retten. ES läßt sich weder in Italien, noch weniger in„Deutschland von dieser Campagne etwas Gute» erwarten, weil„uns die Franzosen aller Orten zuvorkommen. Das Unglück ist,„daß man in Deutschland gar keinen Werth auf die Zuvorkom-„mung legt, und nach dem Muster der Türken vor demBairamS-„ feste nicht in'S Feld kommen kann; würden wir im verflossenen„Jahre nicht mit ihnen zugleich auf dem Platze eingetroffen seyn,„so wäre Deutschlands Schicksal vielleicht für allezeit entschieden„gewesen. Ich hoffe, mit den königlich preußischen HülfStruppen in„ Trient einzutreffen."