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Erster Band.
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sey von Mailand aus mit beträchtlichen Verstärkungen in demHauptquartiere des Grostpriors angelangt, so gab er diesen Planaus und beschloß, auf dem kürzesten Wege sich nach dem brescia-nischcn Gebiet zu wenden und sich dort mit dem Truppencorps unterdem General Leiningen zu vereinigen.

In dieser Absicht wich er nach Castcl nuovo zurück, schiffte so-fort seine Infanterie unter dem Schutze einer bei St. Vigilio auf-gefahrenen Batterie auf dem Garda-See ein und setzte sie unterdem Befehle des Prinzen von Dessau auf das westliche Ufer über,während er die Reiterei und das Geschütz über Riva um den Seehcrumschickte. Erst am 27. Mai geschah die Vereinigung seinersämmtlichen Strcitkräftc auf dem westlichen Ufer des Garda-Sees,und bis zu dieser Zeit stand das Fußvolk, von nur 2000 Pferdengedeckt, auf den Hohen zwischen Salo und Gavardo den verein-ten Streitkräftcn Vendümc's und des Großpriors gegenüber,welche gegen 25000 Mann stark waren.

Am 22. Mai recognoszirte Vendüme die Stellung Eugcn's,welche den-rechten Flügel an die Chiesa, den linken an den Garda-See lehnte, und die Vortheilhaften Punkte vor der Front und demrechten Flügel mit Batterien besetzt hatte. Seine Hoffnung, Engenmit der zahlreichen französischen Reiterei anzugreifen, so lange diedes Prinzen noch aus dem Marsche befindlich wäre, verschwandbei der näheren Besichtigung von Eugcn's trefflicher Aufstellung.Das Gefecht beschränkte sich auf eine Kanonade, und Vendümebeschloß nunmehr, sich dicht an den Kaiserlichen aufzustellen undihnen alle Subststenzmittcl aus dem flachen Lande abzuschneiden.Als am 27. Mai die kaiserliche Reiterei mit den noch fehlendenCorps und Ersatzmannschaften im Lager bei Gavardo eingerücktwaren, kehrte der Herzog von Vendöme wenige Tage daraufnach Piemont zurück, nachdem er seinem Bruder den gemessenenBefehl ertheilt hatte, den Prinzen Eugen in seinem Lager beiGavardo enge eingeschlossen zu halten, hiebci jedoch mit ebensovielVorsicht als Wachsamkeit zu verfahren, und sich hauptsächlichkeiner Niederlage auszusetzen, besonders aber, falls Engen sich inBewegung setzen sollte, ihm stets an der Seite zu bleiben.

Diesem Auftrage Folge zu leisten, bezog der Großprior eineverschanzte Stellung parallel mit der Eugen's, indem er seinen