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"aussetzen. Ich sehe jeden Tag einem Angriff entgegen. Werde„ich geschlagen, so sind auch die Operationen in Piemont gelähmt."Man hat große Unternehmungen angefangen und muß sie im"Stiche lassen. Ich kann unmöglich meine Zustimmung zu Schrit-»ten geben, die dem Ruhme des Königs und seinem Dienste zu-"wider sind. Senden Sie mir die verlangte Verstärkung; ich über---nehme jede desfallsige Verantwortung."
Diesem bestimmten Befehle leistete Lafeuillade Folge, undsendete am 28. Sept. endlich die verlangten Truppen (14 Ba-taillone und 12 Schwadronen) ab.
Inzwischen sann Prinz Eugen darauf, dem Herzog von Ven-döme die Vebindung mit dem mantuanischen und cremonesischcnGebiet abzuschneiden, woher er seinen Unterhalt bezog. Mit offenerGewalt konnte er bei seiner nummerischen Schwäche diesen Plannicht ausführen, daher griff er zur List, indem er sich stellte, alswollte er den ganzen Winter in seinem Lager bei Treviglio zu-bringe». Zu diesem Zwecke ließ er von seinen Truppen Barakcnbauen und ein vollständiges Winterlager einrichten, auch aus derUmgegend soviel als möglich Pferdefutter herbeischaffen. Vcndöme,als er diese Vorbereitungen sah, glaubte, Eugen beabsichtige, wieim Jahr 1701 bei Chiari, hier zu überwintern. Daher richteteauch er sein Winterlager ein, wobei er dem Prinzen allmähligdie Zufuhr abzuschneiden und ihn auszuhungern hoffte.
Allein in der Nacht vom 9. auf den 10. October hob Eugenin tiefster Dunkelheit und Stille sein Lager auf und marschirte inder Richtung auf Erema ab. Vendome, der am 9. Oktober eineZusammenkunft mit dem Herzog von Vaudemont zu Melzo aufdem rechten Adda-Ufer hatte, erhielt hicvon erst am 10. OktoberKunde. Auf der Stelle brach er mit seinem Heere auf, in derAbsicht, dkm Feinde am untern Serio und der Adda zuvorzukommen.Am 12. October stand Eugen bei Moscazano am rechten Uferdes Serio, zu dessen Uebcrsctzung er sogleich Anstalten traf. An-haltende Regengüsse erschwerten und verzögerten diese» Uebergang.Inzwischen war der Herzog von V end (»nie bei Lodi auf das rechteAdda-Ufer übergegangen und bis Pizzighetonc gerückt. Hier setzteer wieder auf das linke Adda - Ufer über und nahm Stellung zwi-schen Gombito und Castel Leone, gerade dem Punkte Moutadine