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änderte oder ganz aufgab, zeugt von seinem wohlbegründeten Selbst-vertrauen. Es war möglich, daß ihn Vendäme von Deutschlandabschnitt, aber in diesem Falle hätte er sich mit dem Herzoge von^ Savoyen vereinigt und Piemont zur Basis genommen, oder erhätte sich auf das rechte Po-Ufer geworfen und sich auf Miran-dola oder Ferrara basirt.
Ucberall wußte er sich rasch eine neue Operations-Basis zuschaffen, weil er vom Kriege lebte und nicht ängstlich über der Be-hauptung der alten wachte.
Hatte Eugen vor seinem Abgänge nach Italien hinsichtlichder Zusammensetzung und Ausrüstung seines Heeres mit mannig-fachen Schwierigkeiten zu kämpfen, so war dies bei Marlbo-rough in noch erhöhterem Grade der Fall.
Dem allgemeinen Operationsplane gemäß sollte durch ihn Frank-reich an jenem Theile seiner Grenze, wo am mindesten für Schutz-wehren gesorgt war, nämlich von der Mosel her angegriffen undsofort in Lothringen eingedrungen werden. In dieser Absicht hatteMarlborough noch im Spätjahr 1704 Trier und Trarbach er-obert und zu Waffenplätzen eingerichtet. Von Seiten der Verbün-deten war ihm ein Heer von 90,000 Mann zugesagt, das aus bri-tischen und aus Soldtruppen der zwei Seemächte (England undHolland) bestehen sollte. Prinz Ludwig von Baden hatte sichnach unendlichen Schwierigkeiten endlich anheischig , gemacht, mitkaiserlichen Truppen und den Reichskontingentcn von der Saar auszu dem großen Angriffe mitzuwirken. Die kaiserlichen Ministerhatten feierlichst die Verpflichtung auf sich genommen, ihre Trup-pen zeitlich im Frühjahr in's Feld zu stellen; ähnliche Verheißun-gen waren von den Rcichsfürsten wegen Stellung der ihnen zufal-lenden Mannschaft, Pferde und Geschütze ergangen.
Französischer Scits stand zu Anfang des Mai der Churfürstvon Baicrn mit einem Truppencorps in Flandern. Villeroihatte mit 50 Bataillonen und 72 Schwadronen (32,000 Mann)die Linien gegenüber von Maesiricht besetzt.
Villars lagerte mit 75 Bataillonen und 110 Schwadronen,46,000 Mann, unweit Metz, bereit sich entweder nach Flandern