Band 
Erster Band.
Seite
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„reicht werden. Denn so lange die Uebennüthi'gcn festen Fuß„in Italien haben, werden sie sich nie mäßigen, vernünfti-gen Bedingungen fügen. Euer Durchlaucht werden gewiß„nicht diese Folgerungen einem blinden Eifer für das Wohl„des Kaiserhauses, oder für das Interesse des Herzogs von„Savoyen, als Haupt meiner Familie, zuschreiben, sondern„vielmehr meiner ängstlichen Sorgfalt für den Vortheil des„ganzen Bundes und für die Unabhängigkeit Europa's, für„welche in den verflossenen 30 Jahren, und insbesondere im„leztcn Kriege so viel Blut geflossen ist."

„Am meisten kümmert mich die Ueberzeugung, daß Seine„Majestät der Kaiser die Lasten dieses Krieges unmöglich länger,„wie bisher, allein tragen kann. Seine Staaten sind an„Geld und Leuten erschöpft, obschon alle diese Opfer nickt„hinreichten, sich aus jene Ueberzahl an Truppen zu erheben,„ohne welche man in einem Lande, wo der Feind Meister„aller Festungen, Flüsse und Magazine ist, offenbar unter-liegen muß."

„Nur durch diese Ueberzahl wird es möglich, sich fester„Posten zu bemächtigen, daselbst Magazine anzulegen, von„dort aus weiter fortzuschreiten; folglich in den Angriffskrieg„überzugehen, und uns endlich mit der Armee des Herzogs„von Savoyen zu vereinigen, was der Herrschaft der fran-zösischen Waffen ein Ende machen muß; denn sind wir ein-„mal Meister von diesem Theile des Landes, so verlieren sie„die Vortheile der ungehinderten Verbindung mit dem von„ihnen bcseztcn Unter-Italien. Doch kann dieß nur durch„Unterstützung der Seemächte bewerkstelligt werden. Versagen„diese ihre Mitwirkung, so bin ich genöthigt, einerseits Seiner„Kaiserlichen Majestät zu rathen, ohne mindesten Zeitverlust„die Truppen, ehe sie ganz zu Grunde gerichtet sind, aus„dem Lande herauszuziehen; andererseits den Herzog von Sa-„voycn zu überreden, sich, so gut er vermag, zu vergleichen.„Ich gestehe, daß dieser Rath sonderbar klingt; allein bei un-„partheiischer Prüfung der gegenwärtigen Lage erhellt, daß„man einen Theil opfern muß, um nicht das Ganze zu ver-lieren. Ich glaube, meinen Eifer für den Dienst meines