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Erster Band.
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des Krieges nach Italien zu senden für gut finden würde, unterseinen Befehl zu stellen versprach.

Ehe Vendüme den Hof verließ, theilte er dem Könige seineAbsicht mit, die Kaiserlichen in ihrem Winterlager zu überfallen,und erhielt dessen Genehmigung. Sofort reiste er über Genuanach Mailand, wo er zu Anfang Aprils eintraf. General-Lieu-tenant Medavi, dem er in seiner Abwesenheit den Oberbefehlübertragen hatte, war in das Geheimniß eingeweiht. Er hatte Be-fehl, in aller Stille die minder zuvcrläßigcn Truppen aus ersterLinie zurückzuziehen, und sie durch bessere zu ersehen. Vendümeäußerte nach seiner Ankunft laut seine Unzufriedenheit mit den An-ordnungen Medavi's, befahl alle rückwärtigen Magazine zu fül-len, als beabsichtige er, bis Mitte Mai's in den Winterquartierenzu bleiben, und stellte sich mehrere Tage krank. Aber in der Stachtdes 18. Aprils begab er sich eiligst nach Eastiglione belle Stivicre,wo sich auf seinen Befehl 58 Bataillone und 67 Schwadronen(36,000 Mann) versammelt hatten, und setzte sich noch in dersel-ben Nacht an der Spitze derselben gegen die Fossa Seriola inBewegung.

Der dänische General Revent lau, welchem Prinz Eugenwährend seiner Abwesenheit den Oberbefehl über die im brcscianischcnGebiete kantom'rcndcn kaiserlichen Truppen übergeben hatte, standmit 11,000 Mann Infanterie und 4000 Pferden zwischen Monte-chiari und Calcinato auf dem linken Ufer der Chiesa in einem ver-schanzten Lager, dessen Front durch vielfache Wassergräben gedecktwar. Vendüme's absichtlich ausgestreute Nachrichten scheinenihn sicher gemacht zu haben, denn nur dadurch wird es erklärlich,daß Vendüme sich ihm am frühen Morgen des 19tcn bis aufeine halbe Stunde uncntdcckt zu nähern vermochte. Erst mit Ta-gesanbruch entstand Lärm im kaiserlichen Lager und Revcntlautraf Anstalten zur Gegenwehr. Anfangs beabsichtigte Vendümc,in raschem Marsche das Dcfilee von St. Marco zu gewinnen, da-durch die ganze Stellung des Feindes zu umgehen, und diesemden Rückzug nach Gavardo abzuschneiden. Zu diesem Zwecke ließer eine kleine Truppen- Abtheilung vor dem linken feindlichen Flü-gel zurück, und setzte seinen Marsch durch das sehr durchschnit-tene Terrain nach St. Marco fort. Sobald mit SonnenaufgangGeneral Revcntlau die Bewegung des Feindes übersehen konnte,