Wesen nicht hinreichend, und alle Feldrcquisiten so übel beschaffenseyen, daß er vor 6 — 8 Wochen nicht völlig kampagncfähig seyndürfte.
Am 19. April war Engen von Roveredo aus zn der Armeeunterwegs, als er die Kunde von der Niederlage Reventlau's er-hielt. Unverzüglich eilte Eugen den Zurückweichenden entgegen;seinen Bemühungen gelang es, dieselben in wenigen Stunden zusammeln, wozu die uuzeitige Ruhe Vendöme's nicht wenig beitrug.
Reventlau's Truppen, ferner, was er von Kaiserlichen ausdem Brescianischen hicrherzogen hatte, und die zunächst von Novc-redo im Anmärsche befindlichen Verstärkungen führte Eugen inein Lager vorwärts Gavardo zwischen Limone und Moscolinc, woer sich so lange als möglich zu halten beschloß.
Am 22. April setzte Vendüme sein Heer in zwei Kolonnengegen die feindliche Stellung in Marsch. Seine Reiterei zog rechtsentlang dem Garda-Sce, sein Fußvolk links über die Berge. Am23. April langte er vor der Stellung der Kaiserlichen an, wo erden rechten Flügel bis Sän Fclice vorschob, und den linken an Pol-penazze lehnte. Durch diese Stellung bedrohte er Eugen'ö direkteCommunication über Salo mit Tricnt. Daher entschloß sich Eu-gen, das brescianischc Gebiet gänzlich zu räumen, in das Vero-ncsische einzurücken, sich dort mit dem Corps des Generals Batteezu vereinigen und seine im Anmärsche befindlichen Verstärkungenzu erwarten. In der Nacht vom 23. auf den 24. April setzte ersein Heer in Marsch; die Reiterei, das Geschütz und sämmtlichesGepäck zog unter Bedeckung von 8 Bataillonen durch das Val-Sabbia und um den Garda-See herum; der Rest des kaiserlichen,preußischen und churpfälzischcn Fußvolkes nebst dem schweren Ge-schütze rückte über Salo nach Gargnano und Limone, wo sie ein-geschifft wurden und über den Garda-See setzten. Die kaiserlicheNachhut unter dem General Zumsungen ward bei Madcrno vonden französischen Grenadieren unter dem General Albergotti an-gegriffen, es kam hier zu einem sechsstündigen lebhaften Gefechte,in welchem die Franzosen mit beträchtlichem Verluste zurückgewie-sen wurden.
Von diesem Tage an gab Vendüme die Verfolgung auf. DenGeneral Medavi ließ er mit 12 Bataillonen zur Bewachung der