Bagni stellte sich Eugen vor Massi, Badia gegenüber aus, undvertrieb die Franzosen nach einem kurzen Gefechte aus Massi. Am7tcn Juli stand General Batiste auf dem rechten Etschufer. DieFranzosen gaben in großer Eile Massi und Badia auf und zogensich nach Canda zurück. Batiste nahm Stellung bei Lucia undBoara auf dem rechten Etschufer. Am lOtcn schlug Eugen eineSchiffbrücke bei Badia und befehligte die Truppen an der obernEtsch, auf dem Montebaldo, und bei Castelbaldo, sich dem Ueber-gangspunkte zu nähern.
Am 14. Juli stand Eugen's Hauptmacht auf dem rechtenEtschufer. Nur 8000 Mann unter dem General Wetzt ließ erauf dem linken Ufer dieses Flusses zurück, um sich den erwarteten !10,000 Hessen anzuschließen. Am 15. Juli überschritt Eugen ^auf einer Schiffbrücke bei Castcl Guglielmo den Canal bianco; diefranzösischen Truppen, zu schwach, um Widerstand zu leisten, zogensich über den Po zurück. Ohne Aufenthalt traf Eugen seine An-stalten zum Uebergang über diesen Fluß *).
*) Damals schrieb Eugen an den Grafen Strat! man aus Finale diModena: „Die härteste Nuß ist aufgebissen. Wir haben die Etsch„passirt, mancher hat aber dabei viele Zähne verloren. Die Hinder-„niffe, über den Po zu kommen, hoffe ich zwar etwas leichter zu„überwinden; nichts desto weniger wird es dennoch vieles Blut„kosten, bis wir nach Turin kommen. Der Feind hat die Flüsse,„die besten militärischen Stellungen, alle festen Plätze, die Ueber-„ macht, und den großen Bedarf der Lebensmittel für sich, die wir„uns von den sogenannten Neutralen, die alle von der französischen„Parthei sind, mit dem Degen in der Faust erkaufen müssen. Un-„sere Stellungen sind immer den größten Gefahren unterworfen; das„Einzige, was uns bis jetzt aus mancher Verlegenheit geholfen hat,„war das Glück, daß der Feind unsere wahre Stärke nicht zu schätzen„wußte. — Bis zur Hälfte Septembers muß Turin entsetzt seyn,„denn es ist unmöglich, daß sich Graf Dann länger halten kann.„Ob die Franzosen an der Bormida oder weiter zurück zu einem„Treffen zu bringen sind, hängt von den Umständen und den Gesin-„nrngen derjenigen ab, die das Evmmando bei den Veränderungen,„die bei ihrer Armee vorgehen sollen, übernehme» werden. Um einen„entscheidenden Schlag auszuführen, wird es nöthig seyn, sie an dem„Centrum ihrer ganzen Stärke anzugreifen."