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Erster Band.
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Vendüme am 15. Juli eiligst nach den Niederlanden ab *). DerHerzog von Orleans zog von Lafeuillade's Heer 20 Batail-lone und 30 Schwadronen (13,000 Mann) an sich, ließ den Ge-neral Medavi mit 17 Bataillonen und 12 Schwadronen dem Ge-neral Wetzl gegenüber am Mincio, warf 5 Bataillone und7 Schwadronen nach Goito und Desenzano, und rückte mit demReste, 40 Bataillonen, 58 Schwadronen (26,000 Mann) in einLager bei Corregiolo am linken Po-Ufer, gegenüber von SauBcncdetto. Einzelne französische Truppen - Abtheilungen besetztenOstiglia, Mirandola, Modena, Reggio und Guastalla.

Eugen blieb bis zum 27. Juli in seiner Stellung an demPanaro zwischen Santa Bianca und Finale di Modena, wo erMagazine anlegte und Nachtichten über die Bewegungen des fran-zösischen Heeres einzog. Den Herzog von Savoyen unterrichtete

*) Vendüme's Benehmen vor und nach seinem Abgänge nach Italienwird von dem Herzog von St. Simon, V. izg rc. sehr getakelt.Ehe sich Vendüme zu Mantua von dem Herzoge von OrleanStrennte, stellte der letztere ihm vor, daß die Kaiserlichen bereits denCanal Biancv paffirl hätten, und unfehlbar auch den Po xassirenwürden, wenn man ihnen nicht zuvorkomme. Vendüme machte sichlustig über die eingezogenen Nachrichten; während sich beide Herzogestritten, traf die Meldung ei», die feindliche Vorhut habe den Poüberschritten. Vendüme erklärte dieß geradezu für unwahr, bisdie Nachricht von dem llebergange des ganzen Heeres eintraf. Indiesem entscheidenden Augenblicke erklärte Vendüme mit seinem ge-wöhnlichen Leichtsinne, daß er am folgenden Morgen abreisen werte.Vergebens stellte der Herzog von Orleans vor, daß Vendümedurch seine hartnäckige Behauptung, ein Uebergang der Kaiserlichenüber den Po sey unausführbar, ihn in diese schlimme Lage versetzthabe, daß es daher seine Pflicht sey, ihn vor seiner Abreise aus der-selben zu reißen. Vendüme willigte in einen Aufschub von ^Stun-den, in welchen nichts gethan wurde, und reiste hierauf schleunigstab. Bei seiner Ankunft zu Versailles hatte er die Keckheit, den Kö-nig in Gegenwart Chamillarks und der Frau von Maintenonvon dem trefflichen Zustande, in welchem er die italienischen Angele-genheiten zurückgelassen habe, zu versichern und zugleich zu betheuern,es werte Eugen nie gelingen, Turin Hülfe zu bringen.