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vorzupoussircn. In der Nacht vom 20. auf den 21. August folgtedie kaiserliche Armee; die Reiterei erreichte Castel Sau Giovanni;Die Infanterie blieb wegen allzngroßer Erschöpfung sechs Miglienzurück. Hier traf die Mcldunng ein, daß das Defilce von Stra-della von dem General Kirchbaum besetzt, und dessen Vorhutunter Obristlieutenant St. Amour bis Voghcra vorgescndet wor-den sey; auf der ganzen Straße fand sich kein Feind. Am 22. Au-gust erreichte Eugen mit der Reiterei Voghcra; die Infanterielagerte zwischen Stradclla und Brom, und traf am folgenden Tage,den 23.August Vormittags im Lager bei Voghcra ein, wo Eugenseinen erschöpften Truppen einen Rasttag gönnte. Durch ausgesen-dete Kundschafter erfuhr er, daß der Feind bei Valenza zwei Brückenüber den Po geschlagen habe, daß zu Alessandria ein starkes feind-liches Kavalerie-Corps erwartet werde, und es daher noch unge-wiß sey, ob man an der Bormida oder am Tanaro Widerstandfinden werde.
Am 25. August marschirte das kaiserliche Heer nach Castclnuovoan der Scrivia. General Kirchbaum rückte mit der Nachhut bisnach Bosco an der Orba, am 26. August bis Castcllazzo vor,überschritt in der Nacht die Bormida und traf am 27ten Morgensbei Masio am Tanaro ein. Eugen lagerte am 27ten bei Castel-lazzo, am 28tcn bei Masio. Der Prinz von Anhalt gieng andiesem Tage mit den preußischen Truppen und 5 kaiserlichen Regi-mentern nach Corticelli, General Kirchbaum nach Isola, wo er diepicmontcsischc Grenze überschritt *).
*) Der Herzog von Orleans drang darauf, den Kaiserlichen den Ueber-gang über den Tanaro zu verwehren, und für diesen Zweck ein Treffenzu liefern. Marsin im Einverständnisse mit Laseuillade, demSchwiegersöhne Chamillart's, war entgegengesetzter Meinung, undbehauptete, Alles hange davon ab, bald möglichst vor Turin anzu-langen, und das dortige Belagerungshecr zu verstärken. Um dieseZeit ward ein Courier Eugen's an den Kaiser aufgefangen; da jedochder Schlüssel zu seiner Chifferschrift fehlte, ward ein Courier an denKönig abgesenket. Dieser brachte den Schlüssel, aber erst am Tagevor der Schlacht. Man ersah aus Eugen's Bericht, daß derselbedie Verhältnisse ganz wie der Herzog von Orleans beurtheilt hatteund mit der Bemerkung schloß, daß wenn die Franzosen sich an jener