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Erster Band.
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Am 16ten lagerte Eugen am Zusammenflüsse der Bormida unddes Tanaro, und traf Anstalten zur Schlagung einer Schiffbrückeüber die Bormida.

Am 17. Oktober nahm Engen Stellung vor Alessandria; derrechte Flügel seiner Reiterei lehnte sich an den Tanaro, der linkedehnte sich in die Ebene aus. Die Infanterie lagerte zwischen derBormida, dem Tanaro und der Festung. An demselben Tage wur-den die Laufgräben eröffnet und der Bau der Batterien angefangen.Starke Regengüsse verzögerten die Transcheearbciten vor Alessan-dria und die Ankunft des schweren Geschützes bedeutend.

Der Erbprinz von Hessen - Cassel, welcher den GeneralWetzt im Modenesischen zurückgelassen hatte, kam um diese Zeit,dem an ihn ergangcnen Befehle gemäß, bei Pavia an. Auch wardSerravallc an diesem Tage von den Verbündeten besetzt, und dasSchloß von Jvrea ergab sich an die Picmonteser.

In der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober wurde das Feuergegen Alessandria aus vier schweren Kanonen angefangen und mitsolchem Nachdrucke fortgesetzt, daß die Besatzung bei anbrechendemTage kapitulirte. Zwei französische Bataillone und die französischeReiterei erhielten freien Abzug, jedoch ohne Pferde. Der Rest derTruppen ward kriegsgcfangen. Prinz Eugen ließ eine Brückeüber die Bormida bei Alessandria und eine andere über den Po beider Mündung des Tanaro schlagen. General Martini besetzteSerravalc und benannte das feste Schloß. Anhaltendes Regen-wetter und das Austreten der Flüsse machten jetzt allen Operationenbis zu Anfang Novembers ein Ende.

Während Prinz Eugen und der Herzog von Savoyeu aufsolche Weise ihre Eroberungen in der Lombardei und in Piemontmit Thätigkeit betrieben, ohne auf ernsten Widerstand zu stoßen,suchte der Herzog von Orleans von verschiedenen Seiten Truppen-corps in die piemontesische Ebene zu detaschircn, um dadurch dieVerbündeten zur Theilung ihrer Strcitkräfte zu veranlassen. Denersten Versuch machte General Vibrayc, der mit 3000 Mann zuAnfang Oktobers in das Thal von Aosta einzudringen begann;als er jedoch auf piemontesische Truppen unter dem GeneralSt. Remy stieß, wich er unverrichtetcr Dinge wieder in die Pro-vinz Tarentaise zunrck. In der Mitte Oktobers sammelten sich zu