Uebersicht und Erklärung der Kupfer
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Winckelmamis Werten II. Band.
Tafel I. Plan der alten Stadt Pästnin oder Posidonia.
2. Trümmer eines prächtigen Gebäudes.
3. Großer Tempel, zum Theil zerstört.
4. Neste eines Amphitheaters.
5,. Ruinen, vermuthlich von einem Springbrunnen.
<». Neste eines SäulengangeS.
7. Kirche der Verkündigung Maria.
8. Kleiner Tempel.
i>. Neste einer Wasserleitung.
IU. Salziger Bach.i l. Thürme der Mauer.
12. Moderne Wohnungen der Landleute.
Tafel r. Ein Thor der Stadt Pästum von der äußern Ansicht, und das einzige, jetzt nochvorhandene. Es besteht aus einem großen Bogen von geschnittenen Quadern, undzeigt, wie alt bei den Griechen die Kunst war Bogen aus kegelförmig geschnittenenSteinen zu erbauen.
Tafel s. Plan des größern Tempels zu Pästum, und innerer Durchschnitt desselben nachseiner Länge. Man bemerke, daß zum Maaß dieses und der folgenden Gebäude durch-gängig der neapolitanische Palm gedient hat, welcher 8 Zoll und 7 Linien pariserMaaß hält.
Tafel 4l. Die obere Figur zeigt die gegen Osten gekehrte Vorderseite des größern Tempels;die untere Figur zeigt den Durchschnitt desselben nach der Breite. Zum Maaßstabe dieserbeiden Figuren hat man den Modul genommen, oder die Hälfte eines Säulendurchmes-sers von der größten Ordnung an ihrer Base. Der größern Genauigkeit wegen ist derModul in dreißig Theile getheilt.
Tafel 5. Die Figur I dieser Tafel zeigt im Großen die Theile nebst den Maaßen des Ca-pitäls, Architravs, Frieses und des Kranzes der größern Ordnung; daneben sieht mandie Decke, und an derselben die Modigliani mit den Tropfen und das Maaß derselbenund der Triglyphen. — Zum Maaße derselben hat man den Modul oder Halbdurch-messer der Säule in dreißig Theile getheilt.
Fig. ^ zeigt die Glieder des Capitäls deutlicher: Das Maaß dieser Theile ist nacheinem zweifach größern Verhältniß genommen, als das Vorhergehende.
Fig. II zeigt im Großen die Theile und Verhältnisse des Capitäls und Architravsvon der kleinsten Ordnung; zum Maaß derselben hat man den Halbdurchmesser derSäulen von dieser Ordnung angenommen und in dreißig Theile getheilt.
Fig. III zeigt im Großen die Theile und Verhältnisse des Capitäls und Architravsvon der mittlern Ordnung; zum Maaß derselben hat man sich gleichfalls des halbenDurchmessers dieser Säulen, in dreißig Theile getheilt, bedient.
Fig. IV endlich zeigt Glieder und Maaß des Capitäls, Architravs, Frieses und Kran-zes der Pilaster und Säulen, welche die Säulengänge von den Vorhallen trennen. ZurSeite dieser Figur sieht man das Untere des Kranzes mit dem Maaße der Triglyphenund Metopen. Der Modul, dessen man sich bei dieser Figur IV bedient hat, ist der-selbe von Fig. I.