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Zweiter Band.
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Briefe an Bianconi.

schickte solche zu einem der vornehmsten römischen Bild-hauer/ Bracci genannt, um sie ergänzen zu lassen.Sie wird ungefähr 12 Palmen hoch sein. Der Bild-

schwunden, wenn Winckelmnnn, sowohl hier al» in derKunstgeschichte, diese Inschrift nicht fehlerhaft angeführthätte, so wie er auch eine andere, gleichfall» an« der VillaAibani, fehlerhaft beibringt. Beide findet man richtig in

und 21. p. 86. folgendergestalt:

l. . KVILAO III 0118.

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. - /xi.LX'rlg

. l.XXXIIII

2. 8VU cvnx «mici 81.k>u. ckL8ckixrk! I.I6. Nr.

In Hinsicht der erste» bemerfen wir, daß in der ersten ver-stünimelten Zeile der Konsul leicht zu errathen ist, welcherkein anderer sein kaun al» S er oi anu », derselbe, welcherdie Schwester des Kaiser» Hadrian hetrathete , der ihnnachher ii» Alter von 96 Jahren umbringen ließ, damit ernicht länger leben möchte als er, wie Spar tian im Lebendiese» Kaiser « e. IL. meldet. Sein drittes Konsulat fällt inda« Jahr Noin« 886. oder nach andern 887, und in'» I34tenach Chr. Geb. Man findet ihn in diese», dritten Konsulatauf m-hrcre» Inschriften, bald allein, bald in Gesellschaft mitzwei verschiedenen Personen genannt. Da» Uebrige dieserInschrift lautet wahrscheinlich: er rntlon« Valenti». num.84. Nicht er rntlonario, wie Muratori dieselben WorteI» andern Inschriften erklärt, denn e« scheint, daß -r retionehier so viel bedeute al« r R e ch n u ng, wie denn auchdeutlich in der dritten der unten von Muratori beijubrin,genden Inschriften er rntione geschrieben steht Die fol-gende Zahl 84. ist wahrscheinlich die Zahl der Marmorblöcke,welche dem Korrespondenten gehörten, an den sie gesandtwurden, oder die Zahl de» Marmors, welchen die Barke ge,laden hatte; so wie man noch jetzt in Carrara mit den Mar-morblöcken zu thu» pflegt, indem man auf jeden solchenBlock, der nach Nvi» versendet wird, mit rother Farbe dieAnfangsbuchstaben von dem Namen dessen zeichnet, der ihnerhalten soll, und die Zahl von Blöcken, welche die Barketrägt. In alten Zeiten fügte man den Namen de« Kon-sul» hinzu, um da» Jahr zu bemerken, wo sie abgesandtwurden; und die» geschah au« Vorsicht, der langen Reise we-gen, welche der Marmor au» Griechenland und andern Ge-genden de» Orients nach Rom zu machen hatte; oder nochwahrscheinlicher, um sie in den Speditionsbüchern wiederaufzufinden, denn der Verordnung de» Prätor» zufolge,mußte in öffentliche» und Privat-Berhandlungen und in denRechnu»g«büchern, der Tag und der Name de» Konsul« an-gemerkt werden. Der in unserer Inschrift genannte Kon-sul war also nicht der Herr de» Marmor«, wie Winckel-mann in der Geschichte der Kunst »leint, welche»auch der folgende Name VXI,k:xri8 zeigt, dem eigentlichder Marmor gehörte. ES war also die» die gewöhnlicheInschrift, die auf alle Kaufmanntgüter, und besonders aufMarmvrblöcke gesetzt wurde; und man findet eine Mengeähnlicher in mehrere» Sammlungen von Inschriften und aufalten Fragmenten. Wir wollen hier blo« 3 aus dem Mu,ratvri, D. 7- p- 3IS. num. L. 6. 7. anführen, welchePirroLigorio von eben so vielen Marmvrblöcke», imHafen von Ostia kopirt hat:

I. 151?. 0XL8- NXVKIXXOIII. O08. LXXkziIK8II«7 ccxxix.

2 . idl?. uxvmxxo. Ik. m. c«8.

LX. KXT. IL8I.

«I ci-xiix.

Hauer hielt sie nicht für antik, daher führte mich derEigenthümer zu ihm, daß ich mein Urtheil darüberfällen sollte. Diese Statue war in einem Wein-berge gefunden, aber nicht neuerdings entdeckt worden;denn sie war, man weiß nicht wie, in eine Grube ge-worfen, und mit vielen Karren Bauschutt überdecktworden. Der, welcher sie kaufte, hatte die Ahndung,daß es wenigstens ein groß Stück Marmor sein müsse,daher ließ er so lange arbeiten, bis die Nase zumVorschein kam, und ohne sich mit weiterem Aufgrabenaufzuhalten, ließ er, um nicht übertheuert zu werden,die Statue mit dem ganzen Schütte wegschaffen. Alssie gereinigt und sauber hergestellt war, reute es ihnbeinahe, als er das unzeitige Urtheil des Bildhauershörte, der sie für moderne Arbeit hielt. Der Bild-hauer mußte also die Ursache seines weisen Urtheilsangeben. Die erste war der Sitz der Figur, der mitdem Zahneisen ganz grob weg gearbeitet ist, wobei erbehauptete, daß die alten Bildhauer dieses Instrumentniemals gebraucht hätten. Die zweite war der Aug-apfel, der durch eine mondförmige Vertiefung ausge-drückt war; er behauptete gleichfalls, daß dieses beiGvtterköpfen nicht gebräuchlich gewesen; er sollte sagenbei idealen Köpfen; denn er konnte nicht behaupten,daß der Kopf der Statue ein Porträt sei. Ueber seinein der That ungewöhnlich geringe Einsicht konnte ichmich nicht genug verwundern. Ehe ich seine angege-benen Gründe beantwortete, fragte ich ihn, auf welcheArt er wohl glaube, daß die alten Bildhauer die letzteHand an ihre Arbeit gelegt hätten? Wahrscheinlich,versetzte er, war ihre Methode die nämliche, die wiranwenden, nämlich mit dem Bimsstein die letzte Politurzu geben; wobei er zugleich den AntoniuS, oder,wie ich ihn lieber nennen würde, den Meleager imBelvedere, anführte. Dieß lockte ich ihm heraus, umihn desto besser zu beschämen. Auf seine erste Ursacheantwortete ich ihm also, daß die alten Bildhauer Ar-beiten mit dem Zahneisen verfertigt haben, wie amFußgestelle des Laokoon deutlich zu sehen sei. Daßsie sich dieses Instruments, welches aus mehreren durchein Heft verbundenen Eisen bestand, wirklich bedienten,sieht man auf dem Grabstein des Steinmetzen undBaumeisters Aper im Kapital. Was den andern

3. ldll>. cXK3. TKXIX. »xvn.

xvcr. cos. Lx. xnxTioxk:inxKöi. knov. xvöl. ccx.

n. IVXI. VKVl48I.

In der zweiten der p. 375. angeführten Inschriften soll diezweite Zeile vielleicht lauten: kencurante Oee-c-at- I-ibeitn iwie e« in einer andern Inschrift beim Re i ne siu « ck. II.n. 64. p. 630. heißt: kroeursnte k'elieln k'eliculs. Auchwa« die Form der Buchstaben betrifft, so irrt Winckel-mann, wenn er die Inschrift in da» dritte Jahrhundertchristlicher Zeitrechnung setzt. Was läßt sich aus einer, voneinem Steinmetz in der Provinz, eilig gehauene» Inschrifterwarten? In solchen Fällen können die Merkmale derSchrift nur von geringer Zuverlässigkeit sein. Fea.

145) Der Marchese Rondanini, tn dessen Palast sie sich be,

findet. Fea.

146) Dieser Grabstein wurde auf dem Janieul »«.gefunden, und«pn dort in die vatikanischen Bärten gebrach», von wo er