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Aargauische Denkwürdigkeiten aus den Zeiten der Vergangenheit und der Gegenwart : ein historischer und biographischer Versuch ; erstes Heft / von M. Markus Lutz
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15
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Oestreichische-Oberlehensherrlichkeit, mit dem damals fürsie in mehrern Rücksichten vortheilhaften Schutz des repub-likanischen Berns verwechselten.

Gelegenheit hiezu gab der zwischen K. Siegmun- undHerzog Friedrich von Oestreich, während der Constanzt-fchen Kirchenversammlung ausgebrochene und kurz hernachin Feindseligkeiten erwachsene Unwille. K. Siegmun- einFürst der seinen Ruhm eher in pompöser Darstellung sei,ner K. Würde, in einer mehr scheinbaren als wirklichenMacht, und nicht in Weisheit und Biedersinn suchte, ver-langte von allen seinen Vasallen und Lehenpflichtigcn, umden zu Conffan; versammelten Bothen -er christlichen Macht-haber sein Ansehen und seine Größe fühlen zu machen,daß sie ihre vom Reiche besitzenden Lehen bey ihm erneue-ren sollten. Herzog Friedrich der größte Herr der umlie-genden Gegend fand nicht für gut, diesem von Ehrgeitzgeleitete» Wunsche des Reichsoberhaupts dießmal zu ent-sprechen; dadurch entspann sich zwischen der tiefbeleidig-ten Majestät des Kaisers und dem halsstarrigen Herzog eineharte Fehde, die zuletzt von großen Folgen für die Ey-ge-nossenschaft geworden. Nicht unthätig blieben dabey dieHäupter der anwesenden Hierarchie. Herzog Friedrichschien eine persönliche Abneigung gegen diese geistlichenHerren zu haben, die ihnen auch nicht unbekannt seynkonnte. Somit war es dem an seinem Stolze gekränktenKaiser ein leichtes, die Bannsirahlen gegen den Herzog aus-zuwirken, welches auch geschehen. Um den geächtetenHerzog auch um sein Zeitliches zu bringen, Falls er desgeistlichen Schadens nicht achten sollte, mußten dieEyd-genossen zum Werkzeuge dienen. Gerne vernahmen die anMacht fich vergröffernden Städte Bern und Svtothurn die