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Das neue deutsche Drama. 7
. z» „Richaed S«g<». dem
Bühnen machte, ist viel glänzender Esprit und Eff- 1 ^ logische und
schwendet, welche, so viel Mühe sich auch der Versass mindestens
Gefühlsdrücker zu motiviren, dennoch eine Psycholog sch 8 st A«sn,-uck nehmen.m! ^n.m.m'e d., S.-I. «.«, da ^
kann. Dieser Richard Savage geht überdies , .? sEnannte „Märty-
jungdeutschen Weltschmerzes umher - er tragt nnt ^ ^ ^ Andern als einrerkrone des Dichters", welche auch von Beck, FreMgraty uno
Kainsstempel gefeiert wird — eine Versündigung an ^ ^ ihm die Litera-
welches allerdings bei Richard Savage, nach der unser Jn-
turgeschichte einräumt, nur untergeordnet war. Auch ^ ^ Hessen
teresse für den Dichter, der nur als ein verlorenes Tav-rnen^ntt erschn^
Excesse nicht genug in den Vordergrund treten, sondern b i h innerlich ver-die Excesse seiner Sentimentalität lange Bogen stylen. ^ . nersomficirte,
wüsteten Dichterjünglinge steht Steele in freier, scharfer Aeichnu 8, h Dramajournalistische Pointe, und Lady Macready, welche di-c.g-"tt'ch-H-ld>n deS Dramaist, indem sie einen tragischen Conflict in psychologischer ^"8 8 Richard
Conflict zwischen Liebe und Ehre in das Herz einer Mutter 8' . " wEice
Savage" ist ein dramatisches Capriccio: es zeugt von Gutzkvw s T ,so effectvoll durchzuführen, wie es von den Schranken dieses Talents zeug,solche Caprice zum Thema zu wählen. „Richard Savage ist außerneue Literaturkomödie, ein seither vielfach angebautes Genre. Indem manraturgeschichte für die eigentliche Geschichte des deutschen Volks erklärte, sp> gsich die jünger« Poeten wohlgefällig in den biographischen Reflexen der aaus der Bühne vorgeführt wurden. Diese Spiegelung der Literatur m der Uteraturist eine deutsche Erbsünde, und zeugt von einem löschpapierencn Leben, für das nocykein Forum der That existirt. Gutzkow nahm indessen rm „Unel Acosta «eHähern Aufschwung, und obgleich auch dieses Stück in der vorwiegenden Unentschdenheit und Skepsis des Helden seine künstlerischen Fehler hat, so mENt eS ch
durch eine kernhafte und gedankenreiche Diction, in welcher sich d'e Reflxzum lyrischen Schwung, die Sentimentalität zur elegischen Wurde steigert, durchtragische Collision, durch Situationen, deren Effect ein wahrhaft dramatischer «st, du cheine von zu kleinen Zügen freie Zeichnung und Haltung der Charaktere .gßStile eine hervorragende Stellung unter den deutschen dramatischen Pein. ES ist eine Tragödie, der«, Kritik den höchst-" Maßstab »s^rt, die aberihre glänzenden Erfolge nur ihrem dichterischen Werthe verdankt. Lege !diesen Maßstab an, so finden wir den Grundgedanken, den Conflict des stnm De ^kers mit den ethischen Mächten des Bestehenden, sei es die natürliche chder Familie oder die Satzung der Gemeinde und ihre religiöse Form, mch lReinheit gefaßt und nach zwei Seiten hin geschwächt. Denn -merseits istker selbst nicht in sich fest und sicher, unbeugsam von der Wahrheit seuier Resultatedurchdrungen, an ihren weltbezwingenden Sieg glaubend; andererseits gehm dem Conflicte selbst zu Grunde, sondern eS spielen Zufälligkeiten hm-m.Denker zieht nicht selbst das entscheidende Loos — -in umgestürzter Lott° ps 8es ihm vor die Füße. Uriel Acosta ist ein jungdeutscher Denker; er d-n t „ ichin dem Wahne, dar Wahre aufzufinden, was Jeder anerkeniren muß - , er venr,um sich selbst zu befriedigen. Die Gesinnung, die Form der Überzeugung, st h hüber der Überzeugung selbst. Er unterschreibt, was Silva am Schlüsse ^8*-,"^ fhwas wir glauben, siegt; nein, wie wir es glauben, Das nur überwindet.
Acosta ist daher in sich gebrochen und halb - der Confl.ct findet -wen halbenKämpfer. Das schwächt den Eindruck! Uriel Acosta leidet '"cht bl°s durchKamps zwischen den freien Gedanken und der alten Satzung: er l-'det schon ^durch seine innere Unbesriedigung. DaS Denken selbst ist cme Weltschmerzes.Dichten eine Qual war: es ist die unerschöpfliche Martyrologie des W sch i