Band 
Siebenter Band.
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141
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Die Wissenschaft der Nationalökonomie. 141

angehangen rcduciren lassen, ausgestellt werden. Das Lehrbuch von Nau, welchessich durch Wisscnschaftlichkeit und Gcmcinfaßlichkcit des Allsdrucks, Bestimmtheitder Terminologie, durch Reichthum an luerarischen und statistischen Nachweisen aus-zeichnet, und eben dieser Vorzüge halber eine große Verbreitung gewonnen hctt,. 'stam besten geeignet, die gebräuchliche Gliederung des nativnalvkononnschen Stoss» zuvergegenwärtigen. Wir sehen ab von dem dritten Theile, der die Grundsätze derFinanzwisscnschaft enthalt. In der Einleitung behandelt Nau das -Wesen lind dieTheile, die äußern Verhältnisse und die Systeme der politischen Ökonomie. DieVolkswirthschaftelchrc zerfällt in fünf Bücher, von denen das erste das Wesen desVolksvermvgens bespricht, indem die verschiedenen Bestandtheile des Volksvcrmogens,die Schätzung und der Werth desselben, die Veränderungen durch Production undCvnsumrion in demselben vorgeführt werden, und der Zustand der Volkswirkhschaftund das Verhältniß des rohe» und des reinen Einkommens zur Volksmenge behan-delt wird. Das zweite Buch untersucht die Entstehung der Vcrmögenstheile, indemdie chemischen, organischen und thierischen Naturkraste, die menschlichen Kräfte, d>eCapitalien und die Grundstücke als die Bedingungen der Production, als Eurer-qucllen vorgeführt werden, und darauf das Zusammenwirken dieser Productivkrafteund die Vortheile, welche die Production Denen, die zu ihr-mitwirken, gewährt, inErwägung kommen. In dem dritten Buche tritt die Vertheilung des rohen Ein-komniens als Mittelglied zwischen Production und Consumtion auf. Es werden ve»handelt: der Tausch und der Preis, das Prcismafi, die Ursachen der Preisverände-rungen, die verschiedenen Zweige des Einkommens (Arbeitslohn, Grundrente, Zins-renle, Gewerbsgewinn) und das Volkseinkommen im Allgemeinen, die Methodedasselbe auszumikteln, der Umlauf der Güter. Im vierten Buche kommt die pro-ductive und die unproductive Vcrzehrung der Güter zur Sprache. Im letzten Buchewerden die Eigenlhümlichkcitcn der verschiedenen productivcn Gewerbe (Bergbau,3agd, Fischerei, Landwirthschaft, Gewerbe, Handel) untersucht. In dem zweitenTheile (Grundsätze der Volkswirthschaftspflege) weist Nau die Beschränkung derStaatsgewalt auf eine blos negative Thätigkeit zurück, obwol er die Verwerflichkeitjeder unnöthigen Einwirkung der Regierung im Allgemeinen anerkennt. Die ein-wirkende Thätigkeit der allgemeine» Staatsgewalt wird im Anschlüsse an die Ein-theilung in die Production, die Vertheilung und den Verzehr der Güter vorgeführt.Das erste Buch zeigt die Einwirkung des Staats zur Förderung der Productionim Allgemeinen, und zur Pflege des Bergbaus, der Landwirthschaft und der Ge-werbe im Einzelnen. Das zweite Buch behandelt die Maßregeln zur Beförderungdes Verkehrs von Handelsgesellschaften, Posten, Börsen, Maßen und Gewichten,das Geldwesen, die Anstalten zur Erleichterung des Transports, die Zölle, Aus-und Einfuhrprämie», Handelsverträge, Colonialverhältnisse, die Anstalten zur Er-leichterung des Zwischenhandels, gesetzliche Verfügungen über den Papierhandel, diegesetzliche Bestimmung der Preise, und die Armenpflege. DaS dritte Buch ziehtMaßregeln in Betracht, welche sich auf die Vcrzehrung der Güter beziehen, wie Lu-vusgcsctze, Verordnungen über Hazardspicle.

Es läßt sich denken, daß die Stärke und der Umfang, in welchem man auswirthschaftlichcn Gründen und mit Rücksicht auf das Gemeinwohl und den National-wohlstand der allgemeinen Staatsgewalt eine Einwirkung in die private und socialeWirthschaft zugesteht, sich bei den einzelnen Nationalökonomen in Deutschland sehrverschieden herausgestellt hat. J„ That bildet dieser Punkt eine der Hauptcon-troversen in der Literatur. Manche, wie z. B. Loh namentlich in Bezug auf denHandel, oder neuerdings Karl Arnd im Allgemeinen, haben geglaubt, von dem Bo-den der Smith'schcn Doctrin aus jede eingreifende Thätigkeit der Staatsregierungnicht stritt genug auf ein Minimum oder eine rein negative Thätigkeit beschränkenzu können; Andere, wie z. B. Bnlau u. s. w., haben gemeint, jenes Maß müsseaus gemeinnützigen Rücksichten noch sehr verstärkt werden. Im Allgemeinen stehtin dieser Beziehung die gesammtc deutsche Schule Adam Smith'ö denjenigen fran»