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Siebenter Band.
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Der Elektromagnetismus.

scheu Stroms auf eine Magnetnadel ähnlich wie ein Magnet einwirkt, indem daSeine Ende derselben den Nordpol anzieht und den Südpol abstößt, während dasandere Ende sich gerade umgekehrt verhält. Ebenso ergab sich, daß eine solche Spi-rale, wenn sie beweglich aufgehangen und von einem elektrischen Strome durchflossenwird, unter dem Einflüsse eines andern Magnets, z. B. des Erdmagucts selbst, gleicheBewegungen, wie eine an ihrer Stelle befindliche Magnetnadel (oder sonstiger beweg-licher Magnet) zeigt. Eine solche Spirale gleicht also einem an ihrer Stelle befind-lichen Magnete,' dessen Pole an den Enden der Spirale liegen, dessen magnetischeAchse also auf der Ebene der Windungen der Spirale senkrecht steht. Aus dem zu-nächst vorhergehenden Abschnitte folgt ferner, daß, wenn eine solche Spirale beweglichaufgehangen, und eine zweite ihr von der Seite her parallel mit ihren Windungen ge-nähert wird, die beiden Spiralen, je nachdem der elektrische Strom in beiden in, gleichenoder im entgegengesetzten Sinne läuft, sich anziehen oder zurückstoßen, also sich verhaltenwie zwei Magnete, deren magnetische Achsen senkrecht auf der Ebene der Windungen derSpiralen stehen, und welche im ersten Falle ihre entgegengesetzten, im zweiten Falleaber ihre gleichnamigen Pole einander zukehren. Sodann folgt auch, daß, wenndie eine dieser Spiralen um eine Achse beweglich aufgehangen, die zweite ihraber von der Seite her so genähert wird, daß die Ebenen ihrer Windungenauf den Ebenen der Windungen der ersten Spirale senkrecht stehen (also wennz. B. die Achse der ersten Spirale horizontal von Norden nach Süden gerichtet ist,die Achse der zweiten Spirale horizontal von Westen nach Osten liegt), die beidenSpiralen sich ebenfalls wie zwei Magnete verhalten, deren magnetische Achsen mitden Achsen der Spiralen zusammenfallen; denn das erste Ende der zweiten Spiralezieht das erste Ende der ersten an, stößt aber das andere Ende derselben zurück,,während das zweite Ende der ersten Spirale das erste Ende der zweiten Spirale ab-stößt, das zweite aber anzieht. Die festgehaltene zweite Spirale sucht die erste be-begliche stets so zu drehen, daß die Windungen der ersten Spirale den Windungender zweiten parallel laufen, und beide Windungen dann in gleicher Richtung vondem elektrische,, Strome durchflossen werden.

3»i Allgemeinen gleicht eine solche cylindrische Spirale aus Kupfcrdraht, wennsie von einem elektrischen Strome durchflossen wird, wie auS allen bisher erwähntenVersuchen hervorgeht, einem Magnet, dessen Achse mit der Achse der Spirale znsam-menfällt, also senkrecht auf der Ebene der Windungen steht, und in vielen Fällen,Nne eben i» den vorstehend erwähnten, wird sich die Wirkung eine- Magnets durchdie Wirkung einer solchen elektrischen Spirale ersetzen lassen. Eine genauere Unter-siichung mit Hülfe von höher» Rechnungen ergibt indessen, daß zwischen dieser elek-trischen Spirale und einem Magnete noch keine vollständige Übereinstimmung in jederBeziehung vorhanden ist; und der Grund liegt darin, daß wir in der Spirale nureine einzige Reihe von Windungen und darin fließenden genau parallelen elektrischenKrcissirömcn, und zwar alle von genau gleicher Stärke besitzen, während ein Magnetaus einer unendlich großen Zahl von magnetischen Elementen, welche nicht alle gleicheStarke und genau gleiche Richtung ihrer magnetischen Achsen haben, besteht. Eineeitere Untersuchung lehrt dann aber ebenfalls, daß man in der That einen Magnetgenau durch elektrische kreisförmige Ströme darstellen kann, wenn man eben um jedeslmenvucy kmie magnetische Element desselben einen unendlich kleinen kreisförmigenStrom, welcher auf der magnetischen Achse deS Elements senkrecht steht, und so umdasselbe fließt, daß er in diesem Stahlclemcnte eine gleiche Magnctisirung hervorbrin-gen würde, als es besitzt, cireuliren läßt.

Als sehr bald nach dem Bekanntwerden der Orstcd'schen Entdeckung der Ein-Wirkung eines elektrischen Stroms auf die Magnetnadel Ampere über die Ursache die-ser Erscheinungen nachdachte, und namentlich darauf besonders seine Aufmerksamkeitrichtete, daß der elektrische Strom die Magnetnadel in einer bestimmten Richtung,nämlich senkrecht zu seiner eigenen Richtung, und zwar, wenn wir uns auf die früherangegebene Weise in den Strom hineingelegt denken, mit dem Nordpol nach recht-