Das russische Staatsleben.
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östliche Herandrängen des asiatischen Elements hatte diese oppositionelle StellungRußland- zu den europäischen Händeln zugelassen. Der Zarenstaat blieb relativfortwährend außerhalb des europäischen Systems, so tief er auch mit seiner mate-riellen Macht und seinen diplomatischen Einflüssen in dasselbe eingriff. Zeder irgendkräftige und in sich consolidirte Staat hätte in der weiter» Entwickelung der Dingediese Eingriffe schon ganz einfach mit der Berufung darauf zurückweisen können, daßRußland, wenn es den Grundsatz aufstelle, seine innern Verhältnisse könnten nichtvom europäischen Standpunkte aus beurtheilt werde», ebenso keine Bcfugniß habe zurMitspräche in die Verhältnisse der europäischen Staaten zueinander. England hieltbereits an dieser Regel fest, ob auch freilich nicht aus Rücksicht auf die europäischenVerhältnisse, sondern auf die nothwendig sich vorbereitenden Conflicte an der euro-päisch-asiatischen Grenzscheide. Allein sein Princip konnte es meist nur mittelbar,"hr durch Verschiebung solcher Staaten geltend machen, welche Rußland geographischnäher lagen. In gewisser Art war selbst Preußen in dieser Weise benutzt worden,da in dessen eigenem Entwickelungsgänge und Bedürfnisse der Sicherung gegenRußland die Vorbedingungen gefunden wurden.
Für eine russische Regierung, welche nicht auf dem rohen Standpunkte stehenbleiben wollte, wo materielle Macht allein das Übergewicht gab, wo eigentlich sogardie volle Anerkenntniß dieser Macht nur durch eine Reihe von Täuschungen erzwun-gen werden konnte, mußte gerade die Cvmpetenzfrage (um dies Wort zu brauchen)von ebenso tiefer Bedeutung sein als die höhere politische Frage. Wurde in der euro-päischen Staatswelt die Überzeugung allgemein, daß Rußlands Verfahren in den äu-ßern Angelegenheiten durch seine innern Verhältnisse weder eine Berechtigung, nochUnterstützung finden könne, so mußte die natürliche Folge eintreten, daß sich all-"'älig ganz andere Normen für den Verkehr mit Rußland feststellten, als bisher.Elisabeth's Einschreiten mit Heeresmacht in den Hader der beiden deutschen Groß»staaten erscheint eigentlich insofern als politischer Fehler, als an eine Angelegenheit, be-ten erwünschte Früchte unter der damaligen Sachlage noch durchaus nicht gereift seindie Mittel zu offen gesetzt waren, um nicht vor Jedermanns Augen dieOl/k Abziele klar darzulegen. Diese Ziele waren Beherrschung Polens undau, ""schubs, dadurch vollkommene Gewinnung der Ostsee zur russischen Verfü-8 tg. Daß dies von den westlichen Seestaaten unter keiner Bedingung zugelassenerden konnte, vollends solange Rußland nicht auch mit seinem innern Staatslebenaus seiner exceptionellen Stellung trat, war vollkommen klar. In dieser Beziehungmußte einer wahrhaft klugen russischen Staatsregierung Peter's III. Desavouirungber feindseligen Politik Elisabeth's gegen Deutschland nur willkommen sein. UndKatharina II., welche weder Elisabeth's blinden Haß »och Peter's blinde Verehrungfür Friedrich II. theilte, bestätigte den Frieden mit Letzten», weil Preußens Erhal-Mng als Gegengewicht gegen Ostreich nothwendig schien; trotzdem loste sie auch das^undniß mit ihm, um in der spätern Verfolgung der feststehenden Plane gegen dieiordstaatcn und Polen nicht von vornherein gehindert zu sein. Zugleich gab dieußere Ruhe Europas der klugen Kaiserin Zeit und Gelegenheit, durch umfassendeRußland .'""" des innern Staatsorganismus den Vorwurf zu entkräften, daßfortlebe ßeiner europäischen Wechselbeziehungen auf asiatischen Grundlagen
»»durch drapirte sich die Frage der rohen Vergewaltigung als Frage desland«^!^!^- "">> dem Mistrauen Europas gegen den ehrlichen Willen Ruß-beutst- Präpotenz Europas unterzuordnen, begegnete die Berufung
der ^e"?^Ananner und Gelehrten, die Heranziehung massenhafter Colonien, selbstVertreib» ^.ehr der „Philosoph!» aus dem Throne" mit den hervorragendstenLasern europäischer Cultur.
walt ill s-i« -^ der Ausspruch Katharina'«: „Der Zweck der souveränen Ee-derei, die Menschen ihrer natürlichen Freiheit zu berauben, sondern
die,H- M ö«r Erreichung der höchsten vernünftigen Wohlfahrt anzuleiten;i g -alegrerung kommt daher am besten mit dem Zwecke vernünftiger Geschöpfe