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Siebenter Band.
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Das russische Staalsleben.

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von Preußen war später in Petersburg dafür gewonnen worden. Nun trat derPlan vssiciell formulirt vox die Cabincte von Wien und Berlin. Allerdings magman der Versicherung des Pcntarchistcn gern glauben, daß Rußland nur sehr wider-killen und gezwungen auf dieses System zurückkam. „Sein Principal war jadurch den permanenten Rath (und die vvm Pcntarchistcn unerwähnte Armee von8000V Mann im Herzen der Republik) im Innern gesichert und gegen außen durchdie Garantie geschützt, welche Rußland zur Erhaltung der alten (selbstmörderischen)polnischen Institutionen staatsrechtlich übernommen hatte."- Allein ausgemachterma-ßen ging der Vorschlag trotzdem von Rußland aus, und es ist eine Verfälschungder Geschichte, wenn moderne Schriftsteller im östreichischen Interesse behaupten,er sei Friedrich's Werk gewesen. Allerdings konnte Rußland durch eine Theilungnur verlieren; denn das jetzige russische Principal war bereits der Art, daß „östrei-chisch-preußischer Einfluß möglichst verringert und Polens Position für Rußland>l>cht nur als Vorhut gegen Westeuropa, sondern auch als ein neutrales zwischenÖstreich und Preuße» poussirtes Gebiet von größter politischer Bedeutung war".Aber. Rußland hatte nur die Alternative eines Kriegs um Polens Besitz zunächstmit Ostreich und Preußen, denen jedoch voraussichtlich Ungarn und die Türkei, sowieSchweden sich verbündeten — oder einer Betheiligung Östreichs und Preußens anher polnischen Theilung. Denn daß diese Staaten ein Verhältniß zulassen würden,m welchem „Polen sich selbst gegen jeden Nachbar vertheidigen könnte, natürlich mitAusnahme Rußlands", welches „hinsichtlich Polens das englische Cvlonialsystembeobachten" würde — dies konnte ihnen unter keiner Bedingung zugemuthet werden.Polen wäre ganz einfach der Pfahl in ihrem Leibe gewesen, bei jeder denkbarenEventualität ein Ausfallsthor für die russischen Truppen, fortwährend ein von seinerneutrale» Flagge gedecktes verschanztes Lager, wodurch jede Diversion im Nordenoder Süden des osteuropäischen Schauplatzes den westeuropäischen Gcgenbewegungen"hflakchar gemacht worden wäre. Trotzdem befand sich Rußland jetzt schon im fac-tsschen Besitze einer solchen Macht in Polen, daß seine Abhaltung von Deutschlandunmöglich wurde, wenn man den russischen Theilungsvorschlag zurückwies. Friedrichzögerte also nichl, darauf einzugehen. Sein Verhalten, so wenig es vom Stand-l-m'k« s ^ ^"vatmoral gerechtfertigt werden mag, war ihm durch seine und Deutsch-stck d durch eine vorschaucnde Politik aufgenöthigt. Bekanntlich sträubte

Maria Theresia, und galante Historienfchreibcrei putzt diese jungfräulichekyUchtcrnheit heutzutage mit allerlei Verherrlichungen auf. Nur schade, daß sie"A>ßt, wie Ostreich hoffte, wenn es dem russischen „ Colonialsystem" in Polen das-uwrt redete, daß ihm Rußland in der Türkei und Italien freieres Spiel lassenvwrde. Von moralischen Bedenken war wahrlich keine Rede. Für Friedrich wardagegen die Theilung Polens nicht Zweck, sondern nur Mittel zur Abhaltung Ruß-auds. Vielleicht ein falsches Mittel, doch unter den damaligen Umständen wol dasE'hzig erreichbare. Der eigentliche Fehler der preußischen Politik begann erst unter.^""' Nachfolgern, eben weil sie daS Mittel für den Zweck nahmen. Nachdem sielang (1700 — 92), unterstützt von Holland und England, ein Bündnißneue Rußlands weiteres Vordringen unterhalten hatten, theilten sie aufs

einen " der Geist des großen Friedrich nicht entwichen gewesen, sodaß PolenLande Rückhalt an Preußen gehabt hätte, so wäre eine Behauptung in demRclinin ä die Düna möglich geblieben; und die Ostsccprovinzcn, durch Sprache,diesem '""""'d'schch und Familienbezüge ohnehin zu Preuße» hingezogen, wären zudes B?' "" Abhängigkeitsverhältniß gekommen. Dann hätte Preußen ein gcbietcn-Stell sprechen können. Allein durch die beiden letzten Theilungen blieb dieWidei-sm-.'^ ganzen Landes prccär. Daraus entsprangen konsequent die zahllosenland ^ Benehmen und der Stellung Preußens zu Rußland wie zu Deutsch-

das noch heute ihr Ende nicht gefunden haben. Wie richtig aber

Kürdia, k Eabinet Friedrich's II. eigentlichen Zweck bei der ersten Theilung ge-> Sk hatte, dafür zeugt der Umstand, daß es in- den Verhandlungen vor dem